• vom 04.07.2017, 09:02 Uhr

Weltpolitik

Update: 04.07.2017, 17:31 Uhr

Nordkorea

Interkontinentalrakete erfolgreich getestet




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Von WZ Online, APA, AFP, Reuters

  • Der Staat habe die Fähigkeit, überall auf der Welt Ziele mit Raketen zu treffen.



Pjöngjang. Nordkorea hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine Interkontinentalrakete getestet. Das Geschoß vom Typ Hwasong-14 habe eine Höhe von 2.800 Kilometern erreicht und sein Ziel nach genau 39 Minuten Flugzeit präzise getroffen, teilte der international nahezu völlig isolierte Staat am Dienstag mit.

Nordkorea habe die Fähigkeit, überall auf der Welt Ziele mit Raketen zu treffen. Der Test am Dienstag hatte international Empörung ausgelöst. Das Geschoß sei 37 Minuten lang geflogen, ehe es im Japanischen Meer gelandet sei, teilte das Pazifikkommando des US-Militärs am Montagabend (Ortszeit) mit. Das südkoreanische Militär gab die Reichweite der Rakete mit 930 Kilometer an.

Zuvor hatte es geheißen, dass es sich um eine Mittelstreckenrakete handelte, nicht um eine Interkontinentalrakete, wie ein US-Militärsprecher mitteilte. Es sei lediglich eine Rakete abgefeuert worden. Südkorea berief den nationalen Sicherheitsrat ein. Japan protestierte scharf gegen den Raketentest, nachdem das Geschoß offenbar die Ausschließliche Wirtschaftszone des Landes im Japanischen Meer erreichte.

Immer neue UNO-Sanktionen

Nordkorea hat in jüngster Vergangenheit trotz immer neuer UNO-Sanktionen insbesondere ballistische Raketen in schneller Folge getestet. Das Land arbeitet mit Hochdruck an Interkontinentalraketen, die auch die USA erreichen könnten.

Seit 2006 nahm Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vor, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

Trumps Geduld "am Ende"

US-Präsident Donald Trump hatte Ende Juni bei einem Besuch des südkoreanischen Präsidenten Moon gesagt, die Geduld mit Pjöngjang "ist am Ende". Die USA bereiteten zusammen mit Südkorea, Japan und anderen Verbündeten neue Sanktionen vor. Der chinesische Botschafter bei der UNO warnte am Montag vor "katastrophalen" Folgen einer weiteren Eskalation der Krise mit Nordkorea. Liu Jieyi sagte in New York, der Konflikt könne "außer Kontrolle geraten", wenn es nicht gelinge, die Spannungen abzubauen.





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Dokument erstellt am 2017-07-04 06:56:22
Letzte Änderung am 2017-07-04 17:31:49


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