• vom 12.12.2017, 15:43 Uhr

Weltpolitik

Update: 12.12.2017, 15:47 Uhr

Weltraum

Trump will Astronauten auf Mond und Mars




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Von WZ Online, APA, dpa

  • "Dieses Mal werden wir nicht nur unsere Fußabdrücke hinterlassen, sondern wir werden letztlich das Fundament für eine Mars-Mission legen - und, vielleicht, für viele weitere Welten"

Die Erschließung des Mondes gilt als wichtige Etappe, den Flug zum Mars technisch zu erleichtern. Auch andere Raumfahrtnationen planen bemannte Missionen zum Erdtrabanten: Russland will bis etwa 2030 den ersten Kosmonauten zum Mond schicken, die erste bemannte Mondlandung Chinas istin etwa 15 bis 20 Jahren geplant.

Die Erschließung des Mondes gilt als wichtige Etappe, den Flug zum Mars technisch zu erleichtern. Auch andere Raumfahrtnationen planen bemannte Missionen zum Erdtrabanten: Russland will bis etwa 2030 den ersten Kosmonauten zum Mond schicken, die erste bemannte Mondlandung Chinas istin etwa 15 bis 20 Jahren geplant.© APA, AFP, NASA Die Erschließung des Mondes gilt als wichtige Etappe, den Flug zum Mars technisch zu erleichtern. Auch andere Raumfahrtnationen planen bemannte Missionen zum Erdtrabanten: Russland will bis etwa 2030 den ersten Kosmonauten zum Mond schicken, die erste bemannte Mondlandung Chinas istin etwa 15 bis 20 Jahren geplant.© APA, AFP, NASA

Washington. US-Präsident Donald Trump will wieder Astronauten auf dem Mond haben - und anschließend auf Mission zum Mars. Er unterzeichnete nun die "Space Policy Directive 1", mit der dieses Ziel wieder offizielle US-Politik wird.

"Dieses Mal werden wir nicht nur Flaggen aufstellen und unsere Fußabdrücke hinterlassen, sondern wir werden letztlich das Fundament für eine Mars-Mission legen - und, vielleicht, für viele weitere Welten", sagte Trump. Das Datum war bewusst gewählt: Trump unterschrieb die Direktive am 45. Jahrestag der bis dato letzten Landung von Menschen auf dem Mond. Harrison Schmitt, Teil der Crew dieser Mission, stand bei dem Termin an seiner Seite, ebenso Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond.

Neue Meilensteine angepeilt

Die US-Weltraumbehörde NASA ist damit angewiesen, Astronauten wieder zum Mond und schließlich zum Mars zu schicken. Einen Zeitrahmen oder ein Budget für das ambitionierte Ziel nennt die Anordnung nicht. Ein bisher geplantes Programm, mit dem Astronauten zu einem Asteroiden geschickt werden sollten, wird eingestampft.

"Die NASA freut sich darauf, die Anordnung des Präsidenten zu unterstützen und unsere Arbeit strategisch darauf einzustellen, wieder Menschen zum Mond zu schicken, zum Mars und tiefer in das Sonnensystem", sagte Interims-NASA-Chef Robert Lightfoot. "Wir werden die besten und klügsten in der Regierung und der Privatindustrie engagieren und unsere Partner in der ganzen Welt, um neue Meilensteine der menschlichen Errungenschaften zu erreichen."

Die Direktive komme nicht ganz überraschend, sagte Thomas Reiter, Berater des Generaldirektors der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) Jan Wörner. Bereits Anfang Oktober habe sich bei einem Treffen des National Space Council in den USA eine solche "leichte Kurskorrektur" angedeutet. Nun bleibe abzuwarten, ob den Worten Taten folgen: Zwar sei bereits ein Teil des bei gut 19 Milliarden jährlich liegenden NASA-Etats für die Schwerlastrakete SLS und die geplante Raumstation Deep Space Gateway (DSG) vorgesehen. "Aber bisher nur in begrenztem Umfang."

Viel Entwicklungsarbeit vonnöten

Viel Entwicklungsarbeit sei nötig, erklärte der ehemalige ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb. "Durch die 45-Jahre-Lücke ist viel Expertise verlorengegangen." Die früheren US-Mondmissionen hätten die Grenzen des Machbaren weit verschoben, einfach auf die heutige Zeit übertragen ließen sich die damaligen Blaupausen aber nicht, unter anderem wegen inzwischen weit strengerer Sicherheitskonzepte.

Nach derzeitigem Stand sei der unbemannte Jungfernflug der SLS-Rakete mit dem Raumfahrzeug "Orion" um den Mond für 2019 geplant, der erste bemannte Flug 2020 oder 2021, sagte Reiter. "Ganz vorsichtig gerechnet gehe ich davon aus, dass in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts, wahrscheinlich eher zum Ende hin, wieder ein Mensch auf dem Mond steht." Je nach Finanzrahmen und Entwicklungsgeschwindigkeit könne es auch schon viel früher so weit sein.

Die Erschließung des Mondes gilt als wichtige Etappe, den Flug zum Mars technisch zu erleichtern. Auch andere Raumfahrtnationen planen bemannte Missionen zum Erdtrabanten: Russland will bis etwa 2030 den ersten Kosmonauten zum Mond schicken, die erste bemannte Mondlandung Chinas ist in etwa 15 bis 20 Jahren geplant.

Ob aus den US-Plänen etwas wird, hängt wegen der zeitlichen und finanziellen Dimension wohl auch von möglichen Amtsnachfolgern ab. Die US-Regierung unter Barack Obama zum Beispiel hatte frühere Pläne von Präsident George W. Bush, zum Mond zurückzukehren, zurückgenommen und den Fokus mehr auf den Mars gelegt.





Schlagwörter

Weltraum, NASA, Mond, Mars, Donald Trump

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-12-12 15:45:22
Letzte Änderung am 2017-12-12 15:47:15


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