• vom 13.02.2018, 20:30 Uhr

Weltpolitik

Update: 13.02.2018, 20:56 Uhr

Korea

Kim Jong-un forciert Annäherung an Süden




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Japans Premier fordert trotzdem maximalen Druck auf Regime in Pjöngjang.

Nordkorea wirbt um den Süden. - © Luiza Puiu

Nordkorea wirbt um den Süden. © Luiza Puiu

Pjöngjang/Seoul. Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un hat sich für eine Intensivierung des Dialogs mit dem Süden ausgesprochen. Es sei wichtig, das "Klima der Versöhnung und den Dialog" zu stärken, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Kim.

Der Machthaber äußerte sich nach einem Treffen mit der nordkoreanischen Delegation, die anlässlich der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang drei Tage lang Südkorea besucht hatte. Kim habe "wichtige Anweisungen" gegeben, um die Atmosphäre der Versöhnung aufrechtzuerhalten. Einzelheiten nannte der KCNA-Bericht nicht.


Angesichts der innerkoreanischen Bemühungen um eine politische Entspannung zeigte sich auch US-Vizepräsident Mike Pence für Gespräche mit Nordkorea offen. Zwar werde der Druck auf das Land aufrechterhalten und weiter erhöht, solange es keine Schritte zu einer atomaren Abrüstung gebe, sagte Pence der "Washington Post". "Aber wenn man reden will, werden wir reden."

Einladung nach Pjöngjang
Die beiden koreanischen Staaten nutzen die Spiele für eine Annäherung. Nordkorea entsandte eine Delegation aus Politikern, Sportlern und Künstlern. Kim Yo-jong, die Schwester von Machthaber Kim, überbrachte dem Präsidenten Südkoreas, Moon Jae-in, eine Einladung zu einem Staatsbesuch in Pjöngjang.

Der Premierminister Japans, Shinzo Abe, hat unterdessen bekräftigt, dass es notwendig sei, "maximalen Druck auf Nordkorea" aufrechtzuerhalten. Darüber sei er sich mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon einig gewesen, berichtete Abe am Dienstag in Tokio. Er hatte selbst an der Olympia-Eröffnung teilgenommen.

Seit Jahresbeginn bemühen sich die verfeindeten Staaten der koreanischen Halbinsel um eine Annäherung. Die Teilnahme Nordkoreas an den Winterspielen in Pyeongchang in einem gemeinsamen Team mit Südkorea gilt als wichtiges Zeichen der Entspannung.

Offiziell befinden sich Nord- und Südkorea weiterhin im Kriegszustand. Allerdings hat Nordkorea seit Beginn der Winterspiele die Lautstärke seiner Propaganda-Beschallung an der Grenze zu Südkorea gesenkt. Die Lautsprecher seien zwar noch zu hören, aber deutlich leiser geworden, sagte ein im Süden stationierter Grenzoffizier der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Ob auch Südkorea seine Beschallung des Nordens zurückgefahren hat, war zunächst nicht zu überprüfen.

Die verfeindeten Länder setzen seit 2016 wieder große Lautsprecher-Batterien an der entmilitarisierten Zone ein, um die Gegenseite mit Musik, Nachrichten und Propaganda zu beschallen.




Schlagwörter

Korea, Japan

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-02-13 19:08:23
Letzte Änderung am 2018-02-13 20:56:26


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Trump erhebt schwere Vorwürfe
  2. Das Imperium wird zurückschlagen
  3. Es wird enger für Wikileaks-Gründer Assange
  4. Ahlams Traum
  5. Neuer Ärger für Trump
  6. Hamas rief Gaza-Waffenruhe mit Israel aus
  7. Jedes Sandkorn zählt

Werbung




Werbung