• vom 04.04.2018, 12:03 Uhr

Weltpolitik

Update: 04.04.2018, 12:10 Uhr

Diplomatie

Rouhani fordert Abzug türkischer Truppen aus Syrien




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Von WZ Online, APA, Reuters, AFP

  • "Präsenz ausländischer Militärs ohne Zustimmung der syrischen Regierung illegal".

Iran und Russland unterstützen den syrischen Machthaber. Erdogan dringt weiter auf den Sturz Assads, doch hat für ihn inzwischen die Eindämmung der Kurden in Nordsyrien Priorität.

Iran und Russland unterstützen den syrischen Machthaber. Erdogan dringt weiter auf den Sturz Assads, doch hat für ihn inzwischen die Eindämmung der Kurden in Nordsyrien Priorität.© APAweb/AP, Kayhan Ozer Iran und Russland unterstützen den syrischen Machthaber. Erdogan dringt weiter auf den Sturz Assads, doch hat für ihn inzwischen die Eindämmung der Kurden in Nordsyrien Priorität.© APAweb/AP, Kayhan Ozer

Ankara/Teheran. Die iranische Präsident Hassan Rouhani hat am Mittwoch in Ankara erste Gespräche mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan über Syrien geführt. Vor seinem Abflug in die Türkei hatte er den Abzug ausländischer Truppen aus Syrien gefordert.

"Der Iran glaubt, dass die Präsenz ausländischer Militärs in Syrien ohne die Zustimmung der syrischen Regierung illegal ist und gestoppt werden sollte", sagte Rouhani am Dienstagabend laut iranischem Fernsehen. Dies zielt sowohl auf das Nato-Land Türkei, das in Nordsyrien vor allem gegen die kurdische Miliz YPG vorgeht, als auch auf die USA, die Rebellen im Kampf gegen Präsident Bashar al-Assad unterstützen.

Die gegensätzlichen Interessen

Iran und Russland unterstützen den syrischen Machthaber. Erdogan dringt weiter auf den Sturz Assads, doch hat für ihn inzwischen die Eindämmung der Kurden in Nordsyrien Priorität. Diese sind mit den USA verbündet, doch hat US-Präsident Donald Trump zur allgemeinen Überraschung kürzlich angekündigt, den US-Einsatz in Syrien "sehr bald" zu beenden.

Sollten die US-Truppen tatsächlich abziehen, würde dies das Kräfteverhältnis in Syrien erheblich beeinflussen. Die Ankündigung Trumps dürfte ebenso Thema bei dem Gipfel in Ankara sein wie die Räumung der letzten Rebellenbastionen in Ost-Ghouta bei Damaskus und das Schicksal der Aufständischen in Idlib und Daraa. Erdogan dürfte zudem seine Pläne für eine weitere Offensive gegen die Kurden ansprechen.

In Ankara wollen Erdogan und Rouhani am Mittwoch zusammen mit russischen Präsidenten Wladimir Putin über das weitere Vorgehen in Syrien beraten. Russland und Iran stützen in dem Bürgerkrieg den syrischen Präsidenten Assad. Nach früheren Konflikten haben sich Russland und die Türkei zuletzt wieder stark angenähert.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-04 12:04:04
Letzte Änderung am 2018-04-04 12:10:43


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