• vom 14.04.2018, 12:06 Uhr

Weltpolitik

Update: 14.04.2018, 12:16 Uhr

Syrien

Chemiewaffen-Arsenal in Syrien soll zerstört sein




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Von WZ Online, APA, AFP, Reuters

  • Laut Frankreich wurde bei dem Luftangriff der West-Alliierten das syrische Chemiewaffen-Arsenal "zu einem großen Teil" zerstört.

Bei dem Angriff der Westmächte auf Syrien sind nach Angaben der syrischen Armee rund 110 Raketen abgefeuert worden. - © APAweb / Reuters

Bei dem Angriff der Westmächte auf Syrien sind nach Angaben der syrischen Armee rund 110 Raketen abgefeuert worden. © APAweb / Reuters

Paris. Bei den westlichen Luftangriffen ist das syrische Chemiewaffen-Arsenal nach Angaben der französischen Regierung "zu einem großen Teil" zerstört worden. Das gab Außenminister Jean-Yves Le Drian am Samstagvormittag in Paris bekannt, nachdem die Streitkräfte Frankreichs, der USA und Großbritanniens in der Nacht Ziele in Syrien mit Raketen attackiert hatten.

Zugleich drohte der Minister mit "einer weiteren Intervention", sollte es in Syrien erneut einen Chemiewaffenangriff geben. "Hinsichtlich der chemischen Waffen gibt es eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf", sagte Le Drian. "Wenn sie überschritten wird, gibt es eine weitere Intervention."

Assad soll hinter Chemiewaffenangriff stecken

Der Minister führte zudem aus, Frankreich verfüge über "verlässliche Informationen", dass die syrische Staatsführung hinter dem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff vom 7. April in der Stadt Douma stecke.

Wenige Stunden nach dem gemeinsamen Angriff mit den USA und Großbritannien auf syrische Einrichtungen veröffentlichte die französische Regierung am Samstag einen Geheimdienstbericht, nach dem die syrische Armee verantwortlich für den Chlorgaseinsatz ist. So habe eine Untersuchung von Fotos, Videos, Zeugenaussagen und anderen Hinweisen ergeben, dass diese echt und nicht konstruiert seien. Die syrische Regierung hatte den Rebellen vorgeworfen, den Einsatz chemischer Kampfstoffe inszeniert zu haben, um ein Eingreifen der USA zu provozieren.

Es gebe keine Hinweise auf die Echtheit der These, Rebellengruppen hätten versucht, in den Besitz chemischer Waffen zu gelangen, hieß es weiter. Dagegen habe der Geheimdienst Erkenntnisse, dass die syrische Armee entgegen internationalen Verpflichtungen der UNO nicht alle Lager für Chemiewaffen offenbart habe. Es sei möglich, dass die Armee noch über Senfgas und Sarin verfüge.

Russland, engster Verbündeter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad, hat die Angriffe scharf verurteilt, eine Krisensitzung des UN-Sicherheitsrates gefordert und mit "Konsequenzen" gedroht. Le Drian sagte, der für Ende Mai geplante Russland-Besuch von Staatschef Emmanuel Macron stehe nicht in Frage.





Schlagwörter

Syrien, Frankreich

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Dokument erstellt am 2018-04-14 12:11:11
Letzte Änderung am 2018-04-14 12:16:43


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