• vom 14.06.2018, 06:59 Uhr

Weltpolitik

Update: 14.06.2018, 09:06 Uhr

Gaza

UNO verurteilt israelische Gewalt




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Von WZ Online, APA, Reuters, afp

  • Seit Beginn der Proteste sind an der Grenze des Gazastreifens mehr als 120 Palästinenser getötet worden.

Palästinenser protestieren trotz Tränengas der Grenze zwischen Gaza und Israel. - © APAweb, afp, Mahmud Hams

Palästinenser protestieren trotz Tränengas der Grenze zwischen Gaza und Israel. © APAweb, afp, Mahmud Hams

New York/Gaza. Die UNO-Vollversammlung hat den massiven Gebrauch von Gewalt durch Israel gegen palästinensische Zivilisten verurteilt. Für eine entsprechende Resolution stimmten am Mittwoch 120 Staaten, acht stimmten dagegen, 45 enthielten sich. Die USA scheiterten mit einem Antrag, mit dem die radikalislamische Hamas für die Gewalt verurteilt werden sollte.

Generalsekretär Antonio Guterres wurde aufgefordert, Empfehlungen für einen "internationalen Schutzmechanismus" für die besetzten palästinensischen Gebiete zu erarbeiten. Die Resolution wurde von Algerien, der Türkei und den Palästinensern eingebracht, nachdem eine ähnliche Resolution im Sicherheitsrat am Veto der USA gescheitert war.

Die verabschiedete Resolution beklagt die "exzessive, disproportionale und rücksichtslose Gewalt" Israels gegenüber den Palästinensern. Auch das Feuern von Raketen aus dem Gazastreifen wird verurteilt, die Hamas allerdings nicht explizit erwähnt.

Abbas dankt Unterstützerländern

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat eine UN-Resolution zur Gewalt an der Gaza-Grenze als "Sieg für die Rechte der Palästinenser, die Gerechtigkeit und internationales Recht" begrüßt. Abbas dankte den Ländern, die für die Resolution gestimmt hatten, wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa in der Nacht auf Donnerstag berichtete.

US-Botschafterin Nikki Haley nannte die von arabischen Staaten eingebrachte Resolution "komplett einseitig". Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bedankte sich für Haleys Äußerungen, "die die Heuchelei der einseitigen UN-Position gegen Israel offenlegten". Hamas sei verantwortlich für die schreckliche Situation im Gazastreifen und den Verlust von Menschenleben. "Die Menschen in Gaza sind nicht unsere Feinde - sondern die Hamas."

Seit Beginn der Proteste an der Grenze des Gazastreifens zu Israel Ende März wurden mehr als 120 Palästinenser durch israelische Einsatzkräfte getötet. Nach palästinensischer Darstellung handelte es sich bei den Demonstranten überwiegend um unbewaffnete Zivilisten. Israelischen Angaben zufolge waren viele der Getöteten Extremisten.





Schlagwörter

Gaza, Palästinenser, Israel, UNO

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-14 07:01:43
Letzte Änderung am 2018-06-14 09:06:46


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