• vom 12.07.2018, 13:01 Uhr

Weltpolitik

Update: 12.07.2018, 13:15 Uhr

Trump will Putin als "Freund"




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Von WZ Online, APA/Reuters

  • US-Präsident könnte sich vorstellen, auf Militärübungen im Baltikum zu verzichten.

Brüssel. US-Präsident Donald Trump will seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin als "Freund" haben. Das Treffen mit dem Kreml-Chef am Montag in Helsinki "könnte das einfachste von allen auf meiner Europareise sein", sagte Trump am Donnerstag in Brüssel. Er könnte mit Putin auch über ein Ende der US-Militärübungen im Baltikum sprechen, räumte er ein. Diese Manöver waren nach der russischen Aggression in der Ukraine zum Schutz der NATO-Partner Estland, Lettland und Litauen intensiviert worden.

Trump äußerte sich hoffnungsfroh, was den Gipfel am Montag betrifft. Putin sei nicht sein Feind, er sei sein Konkurrent und werde hoffentlich eines Tages ein Freund sein, so der US-Präsident. Er kündigte an, dass er mit dem Kreml-Chef über Syrien, die Ukraine, und auch die Einmischung in die US-Wahlen, aber auch über Rüstungskontrolle sprechen werde. Ultimatives Ziel mit Putin wäre, dass es keine Atomwaffen und keine Konflikte mehr auf der Welt gebe.

Auch bei der Frage, ob die USA die russische Annexion der Krim anerkennen könnten, wollte sich Trump beim NATO-Gipfel nicht festlegen. Wie es mit der Krim weitergehe, könne er nicht sagen, antwortete Trump am Donnerstag auf eine entsprechende Frage in der Abschlusspressekonferenz in Brüssel.

Die Annexion der Schwarzmeerhalbinsel 2014 sei während der Präsidentschaft seines Vorgängers Barack Obama geschehen. Er hätte dies nicht zugelassen, und er sei "nicht glücklich" darüber, meinte Trump.

Trump will am Montag den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der finnischen Hauptstadt Helsinki treffen. In den USA wird befürchtet, dass er zu große Zugeständnisse an den Kreml machen könnte.




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Dokument erstellt am 2018-07-12 13:01:49
Letzte Änderung am 2018-07-12 13:15:29


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