• vom 27.07.2018, 11:58 Uhr

Weltpolitik

Update: 27.07.2018, 12:03 Uhr

Pakistan

Khan gewinnt Parlamentswahl




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, AFP

  • Die Wahlkommission gab das Ergebnis zwei Tage nach der Wahl bekannt.

Der ehemalige Cricket-Spieler Imran Khan hat die Parlamentswahl in Pakistan nun auch offiziell gewonnen. - © APAweb / AFP, Pakistan Tehreek-E-Insaf (PTI)

Der ehemalige Cricket-Spieler Imran Khan hat die Parlamentswahl in Pakistan nun auch offiziell gewonnen. © APAweb / AFP, Pakistan Tehreek-E-Insaf (PTI)

Islamabad. Der ehemalige Cricketstar Imran Khan hat die Parlamentswahl in Pakistan nach offiziellen Angaben gewonnen. Wie die Wahlkommission am Freitag mitteilte, erlangte seine Partei Tehreek-e-Insaf (PTI) 114 Sitze im Parlament in Islamabad und wurde damit stärkste Kraft. Sie verpasste jedoch die absolute Mehrheit und ist zur Regierungsbildung auf einen Koalitionspartner angewiesen.

Möglicherweise Koalition mit PPP

Die bisherige Regierungspartei PML-N von Ex-Premierminister Nawaz Sharif erhielt demnach 63 Sitze, die Pakistan Peoples Party (PPP) 43 Sitze. Letztere könnte in einer Koalitionsregierung der Partei Khans die notwendige Mehrheit verschaffen. Für eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung sind 137 Sitze erforderlich. Khan hatte den Wahlsieg bereits am Donnerstag für sich beansprucht: "Wir waren erfolgreich, und wir haben ein Mandat bekommen", sagte er in Islamabad.

Verzögerungen bei der Stimmenauszählung hatten Zweifel an der Legitimität der Wahl geweckt, doch die Wahlkommission wies Manipulationsvorwürfe zurück. Die Verzögerungen bei der Stimmenauszählung hätten technische Gründe, mit einer neuen Software habe es unerwartete Probleme gegeben. Bei elf Parlamentssitzen war zunächst weiter unklar, an welche Partei sie gehen.

PLM-N will vor Gericht

Die PML-N bestritt bereits vor der Veröffentlichung des Wahlergebnisses dessen Rechtmäßigkeit und kündigte an, dagegen vor Gericht ziehen zu wollen. Die seit 2013 regierende Partei hatte das Militär vor dem Urnengang beschuldigt, die Wahl zugunsten Khans zu manipulieren. Auch andere Parteien sprachen von Wahlbetrug. Internationale Wahlbeobachter, darunter eine Delegation der EU, sollten am Freitag erste Bewertungen der Stimmabgabe abgeben.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-27 11:59:31
Letzte Änderung am 2018-07-27 12:03:31


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Basra brennt - Aufstand der Jungen im Irak
  2. "Unilaterale und radikal nationalistische Politik"
  3. Das Focaccia-Problem
  4. Kampf auf Leben und Tod für Dschihadisten in Idlib
  5. Ford will doch gegen Kavanaugh aussagen
  6. Dalai Lama für Heimkehr nach Ende der Gefahr
  7. Der Kampf um Land als ethnischer Konflikt

Werbung




Werbung