• vom 06.09.2018, 22:01 Uhr

Weltpolitik

Update: 07.09.2018, 17:39 Uhr

Brasilien

Attentat auf einen Präsidentschaftskandidaten




  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (7)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online

  • Jair Bolsonaro wurde niedergestochen.

Jair Bolsonaro spaltet die Gesellschaft Brasiliens. - © Fabio Rodrigues Pozzebom/Agência Brasil - CC 2.0

Jair Bolsonaro spaltet die Gesellschaft Brasiliens. © Fabio Rodrigues Pozzebom/Agência Brasil - CC 2.0

In Brasilien wurde auf den rechtsextremen Kandidaten zur Präsidentschaftswahl, Jair Bolsonaro, ein Attentat verübt. Ein Handyvideo zeigt, wie der Politiker in den Bauch gestochen wird.

Es werde wohl zwei Monate dauern, bis er wieder vollständig genesen sei, sagte ein Arzt in dem behandelnden Krankenhaus am Donnerstag. Er habe schwere innere Verletzungen erlitten und sei zeitweise in Lebensgefahr gewesen. Bolsonaros Sohn hatte zunächst von leichteren Verletzungen gesprochen. Der Täter wurde der Polizei zufolge festgenommen. Er sei vermutlich geistig verwirrt. Bolsonaro liegt in Umfragen derzeit vorne. Seine Rivalen sagten Wahlkampfveranstaltungen für Freitag ab. Es wird zum Unabhängigkeitstag in Brasilien mit Demonstrationen in den Städten gerechnet.

Information

Tweet von Bolsonaros Sohn


Laut Aussagen der Polizei wurde ein verdächtiger Mann festgenommen, Über seine Person oder die Motive war zunächst nichts bekannt.

Führend in den Umfragen

Am Donnerstag ordneten Meinungsforscher dem früheren Fallschirmjäger zuletzt 22 Prozent der Stimmen zu. Der mit 40 Prozent klar in Führung liegende Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva darf laut einer Entscheidung des Obersten Wahlgerichts nicht antreten.

Der 1955 geborene Bolsonaro ist Abgeordneter des Parlaments hetzt immer wieder gegen Homosexuelle und Schwarze. Er verherrlicht die brasilianische Militärdiktatur (1964-1985) und befürwortet die Todesstrafe. Obwohl er seit 1991  im Parlament sitzt,, präsentiert er sich als Kandidat, der außerhalb der politischen Klasse des Landes steht.

In der vom Meinungsforschungsinstitut Ibope publizierten Umfrage führt Bolsonaro vor Marina Silva und Ciro Gomes mit jeweils zwölf Prozent und Geraldo Alckmin mit neun Prozent sowie Fernando Haddad von Lulas Arbeiterpartei mit sechs Prozent. Im entscheidenden zweiten Wahlgang werden ihm nur wenige Chancen eingeräumt.

Video Abtransport Bolsonaros






2 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-06 22:02:01
Letzte Änderung am 2018-09-07 17:39:22


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Papst Franziskus verurteilt "reiche Prasser"
  2. Proteste gegen Migranten in mexikanischer Grenzstadt Tijuana
  3. Trump wirft Beraterin raus
  4. Wahlkrimi in Florida beendet
  5. Bin Salman gerät im Fall Kashoggi unter Druck
  6. CIA: Mordauftrag kam von Kronzprinz Salman
  7. Die Herbergen in Tijuana sind voll

Werbung




Werbung