• vom 11.09.2018, 20:58 Uhr

Weltpolitik


UNO

Guterres vemisst Dringlichkeit beim Thema Klimaschutz




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    New York. Mit eindringlichen Worten hat UNO-Generalsekretär Antonio Guterres die internationale Gemeinschaft zu mehr Engagement beim Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. Es sei höchste Zeit, "die Lähmung zu durchbrechen", bevor es zu spät sei, sagte Guterres in einer Rede im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Er betonte, dass bereits viele Lösungen auf dem Tisch lägen, es jedoch an der Umsetzung hapere: "Der Übergang zu einer saubereren, grüneren Zukunft muss schneller werden - wir befinden uns in einem wahren Nutze-oder-verpasse-es-Moment."

    2015 hatte sich die Weltgemeinschaft im Pariser Klimaabkommen darauf geeinigt, die Erderwärmung durch den Klimawandel auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. "Was aber fehlt - immer noch, auch nach Paris -, ist Führung, ein Gefühl der Dringlichkeit und eine wahre Verpflichtung zu entschiedenem gemeinschaftlichen Handeln", sagte Guterres. Das werde er auch den Staats- und Regierungschefs bei der in zwei Wochen beginnenden UNO-Vollversammlung sagen. "Ich werde ihnen sagen, dass der Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit ist."


    Gerade ist in Bangkok eine UNO-Klimakonferenz zu Ende gegangen, in der ein "Regelbuch" für die Umsetzung des Pariser Abkommens vorbereitet wurde. Laut Verhandlungsteilnehmern hat es dabei zwar Fortschritte gegeben, doch noch immer fehlen verbindlichen Zusagen westlicher Länder zur Finanzierung. Besonders die USA, die trotz ihres Ausstiegs 2017 dem Pariser Abkommen bis 2020 verpflichtet sind, sollen die Verhandlungen erheblich behindert haben. Der nächste Weltklimagipfel ist im Dezember im polnischen Kattowitz geplant. Dort sollen unter anderem die Regeln für die Zusammenarbeit der Staaten beim Kampf gegen den Klimawandel verabschiedet werden - etwa dazu, wie genau über die Bemühungen und Fortschritte bei der Emissionsreduktion berichtet werden muss.




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    Dokument erstellt am 2018-09-11 18:03:03


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