• vom 12.09.2018, 21:46 Uhr

Weltpolitik


Flüchtlinge

Dalai Lama für Heimkehr nach Ende der Gefahr




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    Stockholm. Der Dalai Lama hat sich bei einem Besuch in Schweden dafür ausgesprochen, dass Flüchtlinge nach dem Ende der Gefahr in ihrem Heimatland dorthin zurückkehren. Europa sei "moralisch verantwortlich", wenn es um die Aufnahme eines Flüchtlings gehe, "dessen Leben wirklich in Gefahr ist", sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter am Mittwoch bei einer Konferenz in Malmö.

    "Nehmt sie auf, helft ihnen, bildet sie aus", empfahl der Dalai Lama den europäischen Ländern für ihren Umgang mit Flüchtlingen. "Aber am Ende müssen sie ihr eigenes Land entwickeln" und dieses wieder aufbauen. Das müssten die Europäer den Flüchtlingen klar machen. "Ich denke, Europa gehört den Europäern", fügte der 83-Jährige hinzu, der 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.


    Der Dalai Lama ist selbst ein Flüchtling. Nachdem Chinas kommunistische Führung einen Aufstand der buddhistischen Tibeter niedergeschlagen hatte, ging er 1959 ins Exil nach Indien.

    Seine Einschätzungen zur europäischen Flüchtlingspolitik äußerte der Dalai Lama in Schwedens drittgrößter Stadt, in der besonders viele Einwanderer leben. Die Konferenz in Malmö fand drei Tage nach der Parlamentswahl in Schweden statt, bei der die rechtspopulistischen Schwedendemokraten (SD) mit einem Rekordergebnis von 17,6 Prozent drittstärkste Kraft geworden waren. Die Partei von Jimmie Akesson steht für einen einwanderungsfeindlichen Kurs.

    Unterdessen versuchen in Schweden die etablierten Parteien, den Einfluss der rechtspopulistischen Schwedendemokraten zu begrenzen. Auch die liberal-konservative "Allianz" erklärte sich am Mittwoch zu einer Regierungszusammenarbeit bereit, die über die traditionellen Blockgrenzen hinausgeht. Gestritten wird allerdings darüber, wer das neue Bündnis führen soll.




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    Dokument erstellt am 2018-09-12 21:54:04


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