• vom 23.03.2012, 17:00 Uhr

Wien


Radmanifest

Radfahren wird manifest




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Barbara Sorge

  • Zahlreiche Rückmeldungen auf "Radmanifest", Diskussion bis Mitte April.

Wien. Seit rund zwei Wochen wird auf www.wienerzeitung.at eifrig debattiert: Am 12. März hat die "Wiener Zeitung" das "Radmanifest" vorgestellt, ein Entwurf zur Verbesserung der Radsicherheit in Österreich, der gemeinsam mit der Rad-Lobby IG Fahrrad erarbeitet wurde.


Grundlage ist die Kampagne "Cities fit for cycling" (Städte Rad-fit machen) der Londoner "Times". Die britische Zeitung fordert darin mehr Verkehrssicherheit und -freundlichkeit für Radfahrer. Anlass dafür war der Unfall einer Chronik-Redakteurin des Blattes, die von einem Lkw überfahren wurde und seither im Wachkoma liegt. Das Radmanifest der Londoner hat Nachahmer in Italien gefunden - und mit der "Wiener Zeitung" auch in Österreich. Das hat auch die "Times" bemerkt und darüber auf ihrer Website berichtet.

Das Wichtigste bleibt die rege Beteiligung der Fahrradfahrer. Aus allen Wünschen, Forderungen, Vorschlägen und Ideen, die bis Mitte April eingebracht werden, soll die endgültige Fassung des Radmanifests entstehen, das dann an das Parlament weitergeleitet werden soll.

Miteinander im Vordergrund
In den Leserkommentaren tritt neben der breiten Unterstützung des Manifests ein Anliegen in den Vordergrund: dass es im Straßenverkehr um ein Miteinander geht, in dem die Radfahrer auch eine Verantwortung gegenüber den Fußgängern haben. Der Nutzer "Ein Verkehrsteilnehmer" schreibt zum Beispiel: "Das Miteinander im Straßenverkehr (...) ist ein nicht wichtig genug einzuschätzendes Thema!" In diese Richtung geht auch die Forderung einiger Nutzer nach Nummerntafeln und Haftpflichtversicherung für Radler.

Gewünscht wird zum Beispiel auch eine bessere Beschilderung von Radwegen, die die Radfahrer nicht dazu zwingt, abzusteigen, um nachschauen zu können, wie sie weiterfahren müssen. Ein anderer Wunsch wäre weniger Ampeln, um das Stop-und-Go im Radverkehr zu reduzieren.

Außerdem wird in den Kommentaren auch auf die Gefährdung durch andere Radler hingewiesen, die durch knappes Überholen, Abbiegen ohne Schauen oder Schneiden verursacht wird.

Breit diskutiert wird auch das Thema "Sicherheit", denn ein Ziel des Manifests ist es, Radfahren sicherer zu machen, damit auch jene auf das Fahrrad umsteigen, denen es bisher zu gefährlich erscheint. Gleichzeitig wird die "Gefährlichkeit" - der Unfall der "Times"-Redakteurin - in den Mittelpunkt gestellt, was wiederum teilweise als abschreckend betrachtet wird.




Schlagwörter

Radmanifest

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2012-03-23 17:05:03



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "oBike"-Leihräder werden massiv reduziert
  2. Leihräder im Visier der Stadt
Meistkommentiert
  1. Leihräder im Visier der Stadt

Werbung




Werbung



Werbung