• vom 02.04.2012, 17:02 Uhr

Wien

Update: 02.04.2012, 17:03 Uhr

Radmanifest

Ampeln anpassen, Radwege verbreitern!




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Von Heinrich Flickschuh (per Email)

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Als Vielfahrer tun sich mir folgende Schlussfolgerungen auf:
Flächendeckendes Tempo 30 bringt erst dann etwas, wenn die Grüne Welle der Ampeln entsprechend angepasst wird. und dafür ist es hoch an der Zeit. anstatt dass KfZ dazu verleitet werden mit Tempo 60 die Grüne Welle gerade noch zu erwischen, sollten alle Ampeln auf Welle bei entspanntem und unfallvermeidendem Tempo 25 abgestimmt werden.
Auch heute ist im Stadtverkehr oft grüne Welle bei Tempo 30, obwohl 50kmh auf diesen Straßen erlaubt wären. Als Radfahrer mit Tempo 20 kommt mir dann immer das Grün blinken entgegen und ich fühle mich gefrozelt.


Es sollte Kfz klar kommuniziert werden, dass sie nicht schneller durch die Stadt kommen, wenn sie zwischen jeder Standphase auf 40kmh beschleunigen, um danach wieder an der Ampel zu stehen - wie es de facto passiert. Daher Tempo 20 und dort wo es noch nicht so ist entsprechend angepasste AmpelGrünphasen.

Radwege sind viel zu schmal ausgelegt! Radwege weisen Kurvenradien auf, die ein rollendes Fahrrad mit all seinen Fliehkräften, gegen die man sich in die Kurve neigt, nicht einmal mit 10 kmh adäquat ohne Linien zu überfahren bewältigt. Redwege sind von Stangen umsäumt - auf ihnen zu fahren bedarf mehr Konzentration bei trotzdem höherer Unfallgefahr.
Unfallstatistiken beweisen, dass die meisten Unfälle bei Fahrradweg-Überfahrten passieren, da Autos Fahrräder marginalisieren und übersehen, und sich die Räder mit entweder dem Gesetz nicht entsprechender Geschwindigkeit von mehr als 10 kmh auf eine ihnen Vorrang gebende Kreuzungssituation zufahren oder eben ihren ganzen Speed aufgeben.
Fahrradwegüberfahrten sollten zwingend mit Bodenschwellen für den querenden Autoverkehr ausgestattet werden, oder man muss so ehrlich sein und Fahrradwegüberfahrten die deklarierte Eigenschaft, dass man auf ihnen Vorrang hat, absprechen! Vorrang und Annäherungsgeschwindigkeit von 10 kmh, während die benachrangten Kfz mit 30kmh ÜBER die Radwegüberfahrt brettern, das ist nicht das Wahre!

Die Radwegebenützungspflicht gehört generell abgeschafft. Mindestens in der Stadt. Gebt die Radwege den Fußgänger_innen zurück!

Mountainbikes sollten, was fest verbundene Dynamolichtanlage angeht, mit Rennrädern gleichgesetzt und von dieser StVO Pflicht ausgenommen werden!

Die Gewichtsgrenzen für Mountainbikes und Downhillbikes gehören im Vergleich zu jenen von Rennrädern um einiges raufgesetzt - gefederte Sporträder wiegen nunmal mehr. Als Rennrad müssen auch jene aktuellen Gefährte mit geringem Gewicht, aber geradem Lenker gezählt werden!

Das Nebeneinanderfahren und Fahrradstraßen überhaupt gehören allen erlaubt.

Der Passus aus der deutschen StVO, wonach Gruppen von mehr als 15 Fahrrädern als Verband auch noch in eine Kreuzung einfahren dürfen, wenn diese schon auf Rot schaltet, sollte übernommen werden!

Die Einheiten zur Lichtstärke in der österreichischen Fahrradverordnung sollten von Cd auf Lux umgestellt. Fahrradscheinwerfer sollten nicht laut StVo auf 10 Meter begrenzt ausgerichtet werden müssen. Jeder Autoscheinwerfer blendet unendlich mehr und ist auf 40 Meter eingestellt. Modernen hellen Fahrradscheinwerfern sollten die Fahrbahn bis auf 40 Meter ausleuchten dürfen, wie Abblendlichter von Kfz.

Die Verordnung, wonach Motorräder vorgezogene Haltelinien, die für Fahrräder eingeführt wurden, mitbenutzen dürfen, muss wieder fallen!

Ampeln im gesamten städtischen Straßenverkehr sollten dezimiert werden. Gibt es wo keine Ampel, sondern nur Vorrangregeln, so passen alle besser aufeinander auf und fahren in gleich langsam-bremsbereiter Geschwindigkeit hintereinander auf eine Kreuzung zu.

Parkraum für Autos sollte radikal dezimiert und durch Bäume und Buschwerk und schmale Spielplätze mitten auf ruhigen, abgasarmen Straßen ersetzt werden.

(gratis & überwachte) Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen gehören ausgebaut, gerne zu lasten einer Fahrspur auf den breiten Straßen vor den wiener Bahnhöfen. Die Kapazität wird gebraucht werden.
Radverleihsysteme wie Velib in Paris, wo man von fast jeder Straßenkreuzung aus eine Velib Station sieht, sollten etabliert werden.

Bestimmungen, wonach jede verkaufte Wohnung einen Autostellplatz bieten muss, wodurch wunderschöne Altbau Gassenlokale zu Garagentoren umgebaut werden müssen, gehören zurückgenommen!

Unfallursachenforschung sowieso!




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Dokument erstellt am 2012-04-02 17:03:39
Letzte Änderung am 2012-04-02 17:03:58




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