• vom 02.04.2012, 17:04 Uhr

Wien

Update: 02.04.2012, 17:06 Uhr

Radmanifest

Radwege-Netz schließen, Anreize schaffen




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Von Dagmar Rubatscher (per Email)

  • Kommentar zum Radmanifest

Hier einige Anregungen zum Thema Fahrradverkehr in Städten:


+ Netzschließlung bei Radwegen: sehr häufig hören Radwege irgendwo auf der Fahrbahn, am Gehsteig etc. auf. Dies führt dazu, dass RadfahrerInnen entweder auf Gehsteigen weiterfahren oder plötzlich in den Straßenverkehr wechseln. Dies ist aus sicherheitstechn. Gründen nicht sinnvoll.

+ Gute und sichere Radwegstrukturen sind eine Voraussetzung für die Nutzung des Fahrrades, da viele Personengruppe Angst haben, im Alltagsverkehr mit dem Rad unterwegs zu sein. Dies betrifft vor allem Mütter und Väter mit Kindern sowie SeniorInnen. AutofahrerInnen, die das Fahrrad nicht gewohnt sind, werden das Rad auf Strassen auch nicht sehr angenehm finden.

+ Radwege sollten nicht so angelegt werden, dass man einen weißen Strich auf einen Gehsteig platziert und so den Fußgängern Platz wegnimmt, den Autoverkehr dadurch radfrei macht. Sinnvoll sind eigene Radstreifen, die die Gleichwertigkeit des Rades zum Auto aufzeigen, den RadfahrerInnen einen sicheren Verkehrsweg bieten und den Autoverkehr entsprechend eindämmt. Solange vor allem die Fahrbahen für Autos verbessert und das Autofahren attraktiver gemacht wird, solange wird der Umstieg auch schwer gemacht.

+ Nach wie vor gibt es große Defizite bei der Radwegwartung: oftmals werden im Winter die Schneeberge von der Autofahrbahn auf den Radstreifen geschoben, die Radwege gar nicht geräumt oder gesalzen. Auch sollte die Beschilderung von Radwegen deutlich verbessert werden. Radinfrastruktur muss gleichrangig sein, das Vorhandensein von Radwegen für jeden sofort sichtbar. Die Präsenz von RadfahrerInnen im Verkehr muss stärker betont werden.

+ Öffentliche Einrichtungen sollten dazu angehalten sein, das Rad als Verkehrsmittel zur Arbeit (oder Kombination ÖPNV u. Fahrrad) zu fördern. Dies wäre durch Verringerung von Parkplätzen, finanzielle Unterstützungen von ÖPNV-Karten, Kursen zur Fahrsicherheit am Fahrrad, Diensträder, gute Abstellanlagen etc. möglich. Die öffentliche Verwaltung hat Vorbildcharakter.

+ Das Fahrrad muss als attraktives Fortbewegungsmittel beworben werden. Politiker, Manager, Personen mit öffentlichem Ansehen müssten gewonnen werden, um dem Fahrrad einen anderen Stellenwert zu geben. Verantwortliche in Städten und Gemeinden müssen eine Vorbildfunktion einnehmen.

+ Der Fahrradverleih sollte starkt gefördert werden, sodass sowohl in Städten als auch Gemeinden Leihräder für jedermann zur Verfügung stehen. Auf diese Weise würde auch das Pendeln mit ÖPNV, ZUG unterstützt, da man von den Bahnhöfen aus mit den Leihrädern weiterfahren könnte.

+ Künftig wird eine klare Regelung für e-bikes nötig sein. Die Radstreifen sind oftmals sehr eng, schnelle e-bikes führen zu Konflikten mit dem "normalen" Radverkehr.

+ Es sollten dringend finanzielle Anreize zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad geschaffen werden. Beispielsweise könnte für den täglichen Weg zur Arbeit eine besondere Steuererleichterung möglich sein, wenn man auf das Auto verzichtet und das Fahrrad nimmt.




Schlagwörter

Radmanifest, Radwege

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Dokument erstellt am 2012-04-02 17:06:02
Letzte Änderung am 2012-04-02 17:06:31



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