• vom 27.12.2013, 14:09 Uhr

Wien

Update: 27.12.2013, 14:49 Uhr

Radfahren im Winter

Das A und O für Winterradler




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Von Eva Zelechowski

  • Schnee und Eis sind mit der richtigen Kleidung, Fahrweise und Ausrüstung kein Problem.

Überzeugte Radler kennen keine Winterpause. Aus vielerlei Hinsicht ist das Fahrrad auch im Winter das ideale Verkehrsmittel: Die Bewegung regt den Kreislauf an, gibt gleichzeitig dem Winterspeck keine Chance und beugt Krankheiten vor. Auch ist man der Ansteckungsgefahr kränkelnder Mitmenschen aus Bim und Bus nicht ausgesetzt. Allerdings sorgen in der dunklen Jahreszeit widrige Straßenverhältnisse für erhöhte Sturzgefahr. Deshalb sollten Winterradler einige Tipps beherzigen, um sicher ans Ziel zu kommen: Eine entsprechende Bekleidung, Fahrradausrüstung und Fahrweise.

Richtige Kleidung

Eine Kardinalsregel für das Winterradeln ist das Zwiebelprinzip: Mehrere dünne Schichten übereinander eignen sich besser als wenige dicke Schichten. Zu warm sollte die Bekleidung nicht sein, denn die körperliche Betätigung lässt einen nicht so stark frieren wie  das Warten auf die nächste Straßenbahn bei der Haltestelle. Winddichte Funktionskleidung schützt davor, dass der Oberkörper nass und kalt wird.


Um Erkältungen vorzubeugen, empfiehlt es sich, auf Haube, Schal und Handschuhe nicht zu vergessen. Für die Hände eignen sich vor allem Fäustlinge oder "Lobster"-Handschuhe, wo jeweils zwei Finger zusammen sind, besser als Fingerhandschuhe. Jedenfalls dürfen sie nicht zu eng sein, damit die Durchblutung nicht gestört wird. Eine  ausgefallenere Variante sind am Fahrradlenker montierte Fäustlinge, die man hierzulande als Zubehör von Mopeds oder Kinderwägen kennt. Um kalte Füße zu vermeiden, helfen isolierende Schuheinlagen.

Im Winter wird es schnell dunkel und Radfahrer werden noch leichter übersehen als sonst. Neben heller Kleidung sorgen Warnwesten und Reflektoren-Bänder an den Beinen für mehr Sichtbarkeit. Fast lebenswichtig sind vorschriftsmäßige Beleuchtung am Fahrrad wie Vorder-, Rücklichter und Speicherreflektoren.

Optimale Fahrradausrüstung

Wer Schnee, Matsch und Eis trotzen will, sollte sein Fahrrad bestmöglich vorbereiten und rechtzeitig wintertauglich machen. Das A und O sind gut eingestellte Bremsen, denn bei kaltem Wetter verlängert sich der Bremsweg. Bessere Haftung auf Eis und Schnee bieten "Spike"-Reifen oder Winterreifen mit stärkerem Reifenprofil.

Fahrweise anpassen

Generell gilt es im Winter, die Fahrweise den Witterungs- und Straßenverhältnissen anzupassen. Das heißt: Langsamer fahren, mehr Abstand halten und vorsichtig bremsen – vor allem in den Kurven. Viele Winterradler stellen den Sattel im Winter niedriger. Damit landet man in heiklen Situationen schneller mit den Fußen auf dem Boden.
Es empfiehlt sich außerdem, den Luftdruck der Reifen zu reduzieren, damit die Auflagefläche größer und die Bodenhaftung besser wird. Damit wird man automatisch langsamer, was zwangsläufig auch die Sicherheit erhöht.

Pflege

Der Radelspaß im Winter geht natürlich auf Kosten der Fahrradkette, die durch die Nässe besonders schnell rostet. Vor allem, wenn das Rad häufig draußen steht. Den Reifen machen Kälte und Streusalz am meisten zu schaffen. Um langfristigen und groben Schäden vorzubeugen, sollte man das komplette Fahrrad mit einem Frostschutzmittel einsprühen. Im Frühjahr sind rostige Ketten für die Behandlung mit Ölspray dankbar.

Viel Spaß beim Winterradeln!




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Radfahren im Winter, Fahrrad

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-12-27 14:17:39
Letzte Änderung am 2013-12-27 14:49:09


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