• vom 17.10.2013, 17:46 Uhr

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Update: 18.10.2013, 12:59 Uhr

Immobilien

U-Bahn, Grün und Badewanne, bitte!




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Von Ina Weber

  • Neues Start-up Zoomsquare entwickelte Immobiliensuche mit Grätzelfunktion
  • Die Hälfte der Wiener würde gerne umziehen - nur dauert die Suche nach dem Haus oft Jahre.

Das Team von Zoomsquare v.l.n.r. Stefan Silberfeld, Barbara Zimmerman, Christoph Richter, Bernhard Holzer, Andreas Langegger und Christian Sturm wollen die Immobiliensuche einfacher und schneller machen. Die Wünsche der User werden mit 1,2 Millionen Anzeigenseiten im Web gematcht.

Das Team von Zoomsquare v.l.n.r. Stefan Silberfeld, Barbara Zimmerman, Christoph Richter, Bernhard Holzer, Andreas Langegger und Christian Sturm wollen die Immobiliensuche einfacher und schneller machen. Die Wünsche der User werden mit 1,2 Millionen Anzeigenseiten im Web gematcht.© Zoomsquare Das Team von Zoomsquare v.l.n.r. Stefan Silberfeld, Barbara Zimmerman, Christoph Richter, Bernhard Holzer, Andreas Langegger und Christian Sturm wollen die Immobiliensuche einfacher und schneller machen. Die Wünsche der User werden mit 1,2 Millionen Anzeigenseiten im Web gematcht.© Zoomsquare

Wien. Mit dem Hund joggen gehen, ein sicherer Schulweg für das Kind, 30 Minuten zum Arbeitsplatz: Wohnen Sie schon in Ihrer Traumwohnung? Mit dieser Frage leitete Christoph Richter am Donnerstag die Pressekonferenz zum Start der neuen Immobilien-Suchmaschine Zoomsquare ein. Der Teamleader hat gemeinsam mit Initiator Andreas Langegger ein High-Tech-Start-up entwickelt, welches basierend auf den neuesten Technologien die Immobiliensuche vereinfachen und beschleunigen soll.

135 Grätzel werden durchsucht
Die Plattform legt - noch - ihren Schwerpunkt auf Wien und so hat das sechsköpfige Team nach einer Testphase die Hauptstadt in 135 Grätzeln unterteilt. "In Ottakring kann man beispielsweise am Brunnenmarkt oder am Wilhelminenberg wohnen. Das ist ein Bezirk, aber es sind zwei grundverschiedene Viertel", sagte Co-Founder Langegger. Mit "Handarbeit" und Eigenrecherche zu Namen und Grenzverläufen entstand die erste Wiener Grätzel- & Viertelkarte samt Kurzporträts. Dort finden sich das Weißgerberviertel (3. Bezirk), das Neilreichviertel (10. Bezirk) und das Nibelungenviertel (15. Bezirk) genauso wie das Brunnenviertel (16. Bezirk), das Kongressbadviertel (17. Bezirk) oder das Wallensteinviertel (20. Bezirk).


Auf den ersten Blick scheinen die Kriterien der Suchmaske nicht neu; Lage-, Miet- oder Kaufoptionen stehen zur Auswahl. Das Team möchte aber mehr anbieten: So wurde die Umgebung mit Hilfe von Open-Data-Quellen, wie etwa OpenStreetmap und Umgebungsinfos der Stadt Wien, gescannt. Mittels Geodaten wird die genaue Lage der Immobilie angezeigt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Plattformen wird das gesamte Web nach passenden Angeboten durchsucht, 1,2 Millionen Anzeigenseiten werden pro Tag semantisch analysiert und die Suchenden mit den potenziell passenden Wohnungen "gematcht". Selbst Inserate aufgeben kann man nicht. "Es dauert aber nicht lange, bis das eigene Inserat auch bei uns landet", so Langegger.

Für den Journalisten und ehemaligen Nationalratsabgeordneten Josef Broukal ist die neue Immobilien-Suche "eine kleine Revolution", wie er sagte. Er stand dem Team bei der Präsentation als Moderator bei. Wenn sechs junge Menschen statt für eine Anstellung bei beispielsweise Siemens oder Kapsch lieber für eine Idee kämpfen, dann sei das bemerkenswert, sagte er. Die mühsame Wohnungssuche in diversen Zeitungen sei damit vorbei.

Wie einem Freund erzählen, wie man wohnen möchte
Je genauer die Anzeige, desto hilfreicher für die neue Plattform, die von angegebenen Wünschen lebt. Mittelfristiges Ziel sei es, dass man Zoomsquare wie einem Freund einfach erzählt, wie man gerne wohnen möchte. Was einem sehr wichtig sei, was noch schön wäre. "Also beispielsweise eine Wohnung, vorzugsweise Altbau in einem bestimmten Grätzel, unbedingt mit Badewanne und Grünflächen für den Hund und bitte nicht länger als fünf Minuten von der U-Bahn entfernt." Die Grätzelbeschreibungen sind umfangreich und offen für eventuelle geforderte Grenzverschiebungen. Das Grätzel "Ottakringer & Manner-Fabrik" sei stark im Aufbruch. Genau zwischen der U6 am Gürtel und der U3 am Bahnhof Ottakring gelegen, sei man, was die Öffis angeht, voll dabei. Schon bald soll man die Wunschlage für seine neue Wohnung direkt auf der Karte einzeichnen können und auch an einer Arbeitsweg-Suche wird gearbeitet.

Das Projekt wurde mit Förderungen und Eigenkapital finanziert. "Wir müssen zunächst beweisen, dass es funktioniert, dann denken wir ans Geschäft", sagte Langegger. Für den User ist das Service zunächst kostenlos. Als Geschäftsmodell angedacht werden Premium-Pakete für SMS oder E-Mail aufs Handy, wenn ein passendes Immobilien-Objekt auftaucht. Denn oft seien die besten Angebote innerhalb von Stunden weg. Basisfunktionen würden für alle kostenlos bleiben, mehr Komfort soll zu zahlen sein.

900.000 Österreicher ziehen pro Jahr um. Die Hälfte der Wiener würden laut einer Umfrage gerne umziehen. Für die meisten ist die Immobiliensuche jedoch mühsam und dauert oft Jahre, bis man dann oft aufgibt, und doch dort bleibt, wo man gerade ist. Allerdings liegt das nicht nur an einer bis jetzt komplizierten Suche, sondern auch an den hohen Preisen am Immobilienmarkt. Und Wunschwohnung mit Wunschpreis kann selbst das innovativste Start-up nicht matchen.




Schlagwörter

Immobilien, Start-up, Zoomsquare

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-10-17 17:41:06
Letzte Änderung am 2013-10-18 12:59:18



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