• vom 12.01.2014, 06:00 Uhr

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Wiener Ballsaison

Bälle zum Wiegen und Shaken




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Von Barbara Sorge

  • In der Wiener Ballsaison stehen das Vergnügen und gemeinsame Feiern im Zentrum
  • Neben den traditionsreichen Tanzveranstaltungen gibt es auch schräge.

Bunte Ball-Facetten: Burlesque beim Cirque Rouge, traditionelle Eröffnung des Opernballs, Anfeuern am Gewichtheberball.

Bunte Ball-Facetten: Burlesque beim Cirque Rouge, traditionelle Eröffnung des Opernballs, Anfeuern am Gewichtheberball.© Severin Dostal; apa/Reuters Pool/Herwig Prammer; Argos Hermann/Romana & Wolfgang Ganzi Bunte Ball-Facetten: Burlesque beim Cirque Rouge, traditionelle Eröffnung des Opernballs, Anfeuern am Gewichtheberball.© Severin Dostal; apa/Reuters Pool/Herwig Prammer; Argos Hermann/Romana & Wolfgang Ganzi

Wien. Der Wiener Ball ist eine liebe Tradition, die ihrem eigenen Regelwerk folgt. Aber wie das so ist mit lieben Traditionen, werden sie gerne auch abgewandelt und angepasst. So kommt es, dass die Walzermusik auch einmal durch elektronische Beats ersetzt wird oder die Garderobe vom Abendkleid und Smoking abweicht und einem fantasievollen Kostüm oder legerer Kleidung Platz macht.


Für Susanne Schöner vom Kontaktkomitee der Nobel- und Traditionsbälle sind auch Veranstaltungen wie der Gewichtheber-Ball oder der Burlesque-Maskenball in der Tradition der Wiener Bälle: "Auch das ist eine Facette dessen, was in Wien Balltanzvergnügen ist. Ihnen gemeinsam ist die ,Festesfreude‘", so Schöner. Für Nobel- und Traditionsbälle, die Elemente wie ein Protokoll im Ablauf oder Kleidervorschriften haben, bemüht sich das Kontaktkomitee um eine neuerliche Aufnahme des "Wiener Balls" in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes. Der diesbezügliche Antrag sei in Arbeit, sagt Schöner. Für Gabriele Eschig, Generalsekretärin der österreichischen Unesco-Kommission, ist der Wiener Ball auf jeden Fall immaterielles Kulturerbe, auch wenn er formal nicht auf der Liste steht: "Eine Eintragung in das Verzeichnis setzt voraus, dass die Tradition und ihre Träger mit den Grundwerten und Grundprinzipien der Unesco im Einklang stehen, wobei Toleranz und Respekt vor anderen Kulturen sowie Wertschätzung kultureller Diversität besondere Priorität haben." 2012 war der "Wiener Ball" wegen des WKR-Balls von der Liste gestrichen worden.

Ballsaison seit Silvester in vollem Gang
Auch wenn es heißt, dass die Ballsaison am 11. 11. beginnt, finden die meisten Bälle - und vor allem die großen Traditionsbälle - zwischen Silvester und Faschingsdienstag (dieses Jahr am 4. März) statt. Dieses Jahr ist die Ballsaison nach einem sehr kurzen Fasching 2013 auch etwas länger, die Veranstalter der rund 450 Bälle haben drei Wochen mehr Zeit.

Nachdem die Hofburg bereits am Silvesterabend mit ihrem "Le Grand Bal" in die Ballsaison gestartet ist, geht es in dem imperialen Gemäuer im Jänner auch zünftig zu. Am 27. Jänner steht mit dem Jägerball ein Fixpunkt der heimischen Society auf dem Programm. Auch hier weicht der Dresscode von Frack und Abendkleid ab, kommen die Tänzer natürlich in Tracht.

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Schlagwörter

Wiener Ballsaison, Bälle

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2014-01-10 16:53:04
Letzte Änderung am 2014-01-10 17:23:59



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