• vom 19.05.2014, 20:00 Uhr

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Update: 26.05.2014, 14:55 Uhr

Start-ups

Firmenträume im Frühstadium




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Von Saskia Blatakes

  • Beim Innovations-Brunch des universitären Gründerservice präsentieren sich potenzielle und bereits erfolgreiche Unternehmer.

Michael Fenböck (l.) zeigt den Beratern von Inits seine Geschäftsidee: ein neues Getränk.

Michael Fenböck (l.) zeigt den Beratern von Inits seine Geschäftsidee: ein neues Getränk.© Saskia Blatakes Michael Fenböck (l.) zeigt den Beratern von Inits seine Geschäftsidee: ein neues Getränk.© Saskia Blatakes

Wien. Ein Schweinemäster fotografiert mit seinem Smartphone eines seiner Tiere und weiß sofort, wie schwer es ist. Das nennt man "optisches Wiegen", es ist die Vision der frisch gegründeten Firma "Wuggl" von Marcus Schweinzger. Die Geschäftsidee entstand bei einem weihnachtlichen Familientreffen. Sein Geschäftspartner, ein Veterinärmediziner, sei der Mann seiner Cousine, erzählte er am Montag beim Start-up-Brunch des Gründerservice Inits.

Noch sind da nicht mehr als eine Idee, eine Anmeldung zum Patent und erste Tests, die immerhin eine Genauigkeit von 98,5 Prozent versprechen. "Genug, um Schweinemäster zu überzeugen", so Schweinzger. Bei einer weltweiten Produktion von 726 Millionen Schweinen scheinen die Gewinnmöglichkeiten schier grenzenlos.


Gut vernetzte Frühförderer
Um aus der Idee Wirklichkeit werden zu lassen, haben sich Schweinzger und sein Partner an den Gründerservice Inits gewandt. "Das Tolle daran ist das Riesennetzwerk, das Inits bereits aufgebaut hat", so der Unternehmer in spe.

Inits entstand aus einer Kooperation zwischen der Technischen und der Hauptuniversität sowie der Stadt Wien in Form der Technologieagentur Zit. Denn primär wendet sich Inits an Gründer aus dem Technologiesektor, und hier vor allem aus den Bereichen Information, Kommunikation und Naturwissenschaften. "Wir haben bereits mehr als 800 Jobs im Großraum Wien geschaffen", sagt der promovierte Chemiker Markus Pietzka, der bei Inits als Berater in Sachen Strategie, Finanzplanung und Fragen des geistigen Eigentums tätig ist.

Die potenziellen Gründer werden genau geprüft, von etwa 140 Bewerbern pro Jahr, schaffen es nur etwa 14 in das Programm, so der Prokurist Carlos Fernández de Retana. Wer den Test besteht, bekommt finanzielle Hilfe von bis zu 30.000 Euro und Beratungsleistungen, die laut Init bis zu 100.000 Euro wert sein können. Zurückgezahlt werden muss anteilsmäßig ab vier Jahre nach dem Eintritt in die Beratung. Und nur, wenn in dieser Zeit eine Firma gegründet wurde. "Wir sind Frühphasenförderer", so Fernández de Retana.

Erst arbeitslos, dann selbständig
Bei Marcus Schweinzger war der Startschuss die zündende Idee im Kreise der Familie, doch es gibt viele Wege in die Selbstständigkeit: "Die Firma ist geschrumpft und wir mussten gehen", so der promovierte Pharmazeut Norbert Handler. Er verlor seinen Job und gründete mit zwei ebenfalls geschassten Kollegen "eher aus dem Zwang heraus" eine Firma. Die Geschäftsidee entstand aus der Erfahrung: Pharmafirmen müssen für jedes neue Medikament ein sogenanntes Verunreinigungsprofil erstellen, aus dem unter anderem hervorgeht, ob und in welchem Maße toxische Stoffe enthalten sind.

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Schlagwörter

Start-ups, Uni Wien, INiTS

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Dokument erstellt am 2014-05-19 17:59:05
Letzte Änderung am 2014-05-26 14:55:12



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