• vom 07.03.2018, 17:35 Uhr

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Ulli Sima

36 Millionen Sackerl




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  • Stadt Wien startet urbane Frühjahrsputzoffensive mit dem Schwerpunkt Hundekot und Zigarettenstummel.

Mit diesem Bild bewirbt die MA48 ihre Sauberkeitsoffensive.

Mit diesem Bild bewirbt die MA48 ihre Sauberkeitsoffensive.© MA48 Mit diesem Bild bewirbt die MA48 ihre Sauberkeitsoffensive.© MA48

Wien. (rös) Im Zentrum der diesjährigen Sauberkeitsoffensive der zuständigen MA48 stehen Hundekot und Zigarettenstummel: So zeigen die neuen Plakate etwa Hunde, die vor einem Mobil-Klo Schlange stehen. Oder einen Mann, der inmitten eines überdimensional großen Aschenbechers steht. "Damit erinnern wir am Ende des Winters auch heuer wieder mit Augenzwinkern an die Sauberkeitsspielregeln und daran, dass die Waste Watcher Verfehlungen strafen", so Umweltstadträtin Ulli Sima am Mittwoch

Wienweit sind mehr als 3500 Hundekotsackerlspender aufgestellt. Das Geschäft kann von den Vierbeinern dann ganz einfach dort verrichtet werden, wo es gerade nötig ist. Einzige Voraussetzung ist, dass die gefüllten Sackerln dann auch wieder richtig entsorgt werden, ansonsten droht eine Strafe durch die Waste Watcher von 50 Euro bei einer Organstrafe, in Falle von Anzeigen wird es deutlich teurer.


55.600 gemeldete Hunde
Für den Großteil der Hundebesitzerinnen ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, Hundekot wegzuräumen. Vor einigen Jahren noch war dieser Anblick noch mehr als exotisch, meinte Sima. Rund 100.000 mit "eindeutigem Inhalt" gefüllte Hundekotsackerl finden sich täglich in Wiens öffentlichen Mistkübeln und Restmüllbehältern auf den privaten Liegenschaften. Die Zahlen sowie das subjektive Empfinden bestätigen: Die Hundehalterinnen nehmen das Angebot der Gratissackerl fürs Gackerl an. Bei 55.600 gemeldeten Hunden in der Millionenstadt wertet die Umweltstadträtin das als eine Erfolgsgeschichte. Jährlich landen immerhin rund 36 Millionen Sackerl mit Hundekot in Wiens öffentlichen Mistkübeln und Restmüllbehältern auf den Liegenschaften. In den Parks und auf den öffentlichen Straßen stehen laut Sima in Summe über 25.000 Papierkörbe für die Entsorgung des Hundekots bereit.

123 Millionen Stummel
Was das Rauchen betrifft, so wurde in den vergangenen Jahren laut Sima das Angebot an Papierkörben mit Aschenrohren bzw. an freistehenden Aschenrohren sowohl bei der MA48 als auch bei der MA42 ausgeweitet. Mittlerweile gibt es demnach mehr als 19.700 Papierkorb/Ascher-Kombinationen und 2100 freistehende Aschenrohre, diese werden immer besser angenommen. Landeten im Jahr 2009 etwa 6,6 Millionen Stummel in den Aschenbechern, so waren dies 2017 schon mehr als 123 Millionen.

Auch in Sachen illegal abgelagertem Sperrmüll und sonstigen Ablagerungen konnte laut MA48 eine Entspannung festgestellt werden: Um rund 58 Prozent nahmen in diesem Bereich die Verunreinigungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre ab. Von rund 103.000 Kubikmeter im Jahr 2007 auf 43.000 Kubikmeter im Vorjahr. Die Anzahl der auf Gehsteigen, in Grünflächen abgestellten Kühlgeräte wurde laut MA48 von 2007 auf 2017 um 60 Prozent reduziert. Von knapp über 2100 im Jahr 2007 auf etwa 830 Stück im Vorjahr.

Das Angebot an legalen Entsorgungsmöglichkeiten ist laut Sima gewachsen: "Es gibt in unserer Stadt wirklich keine Ausreden. Mit über 19.700 öffentlichen Papierkörben mit integriertem Aschenbecher allein bei der MA48, über 446.000 Restmüll- und Altstoffbehältern findet wohl jeder eine Möglichkeit, Tschick, Hundekotsackerl oder Flaschen und Dosen zu entsorgen."

64.000 Amtshandlungen
Und die Waste Watcher sorgen dafür, dass diese Möglichkeiten auch wahrgenommen werden: Von Februar 2008 bis Dezember 2017 hat die Ordnungstruppe rund 64.000 Amtshandlungen in Sachen Sauberkeit getätigt. Insgesamt sind 50 hauptberufliche Waste Watcher im Einsatz, rund 400 Mitarbeiterinnen bei MA48 und bei den Wiener Stadtgärtnerinnen üben ihre Kontrolltätigkeit im Rahmen ihrer anderen Aufgaben aus. Sie sind sowohl in Zweier-Teams als auch alleine unterwegs, meist in Zivil. Es gibt immer wieder Schwerpunkttage, an denen bis zu 25 Kontrollorgane in den Bezirken unterwegs sind, um noch stärkeres Bewusstsein zu schaffen. Der nächste Schwerpunkttag findet am 17. März innerhalb des Gürtels statt, wie Sima erklärte.

Ein Organmandat kostet im Übrigen 50 Euro, bei Anzeigen wird es mit einem Strafausmaß von bis zu 2000 Euro deutlich teuer. Die Gelder kommen aber laut Sima ausschließlich weiteren Sauberkeitsmaßnahmen zugute.




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Dokument erstellt am 2018-03-07 17:41:40



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