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Update: 20.04.2018, 21:49 Uhr

Marathon

Heißer Marathon




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  • Weltrekordler Dennis Kimetto will am Sonntag mit einer Zeit von 2:07 bis 2:08 Stunden zurück ins Rampenlicht.

- © apa/Georg Hochmuth

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Wien. Der 35. Vienna City Marathon dürfte mit 16 Grad beim Start (9 Uhr) und 22 Grad um 14 Uhr der sechstwärmste in der Wiener Marathongeschichte werden. Laut Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erwartet die Teilnehmer viel Sonne und vor allem schwacher Wind.

Diese Umstände könnte der regierende Weltrekordler im Rennen über 42,195 Kilometer, Dennis Kimetto, nützen. Der Superstar der 35. VCM-Auflage will am Sonntag (8.58 Uhr/live ORFeins) mit einer Zeit von 2:07 bis 2:08 Stunden ins internationale Rampenlicht zurückkehren. Den Streckenrekord von Getu Feleke aus 2014 von 2:05:41 anzugreifen, ist nicht primäres Ziel.

"Kimetto ist der Ritterschlag für uns", sagt Veranstalter Wolfgang Konrad. "Als wir 2011 erstmals Haile Gebrselassie in Wien hatten, war das schon etwas Besonderes. Dann hatten wir 2012 Gebrselassie und Weltrekordlerin Paula Radcliffe. Und jetzt hatten wir die Chance, den regierenden Weltrekordler zu bekommen."

Nur sechs von elf Marathons beendet


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Der für die Zusammenstellung des Elitefeldes zuständige Mark Milde ist überzeugt, dass man in Wien ein "vielversprechendes Rennen" bekommen werde. Hinsichtlich Streckenrekord könnte eine Überraschung passieren. "Ich will das nicht ausschließen, aber es ist nicht das erklärte Ziel, einen Angriff auf den Streckenrekord zu machen."

Kimetto stellte am 28. September 2014 in Berlin in 2:02:57 Stunden den nach wie vor gültigen Weltrekord auf. Danach schaffte er es aber nur noch bei zwei Marathons ins Ziel - 2015 in London als Dritter, 2016 in London als Neunter. In seiner Karriere beendete er von elf Marathons lediglich sechs.

"Kimetto hat eine schwierige Zeit hinter sich, er hat kein vernünftiges Rennen auf die Beine gebracht. Wir haben dann gehört, dass er für sein Comeback einen Lauf sucht, wo er im Mittelpunkt stehen kann. Wir waren uns ziemlich schnell handelseinig", erklärte Milde.

Spätstarter Kimetto begann erst mit 24 Jahren ernsthaft mit dem Laufsport. Aufgewachsen auf einer Farm in Kapn’gtuny vierzig Kilometer entfernt vom Lauf-Elitezentrum Eldoret in Kenia kam er mit der Trainingsgruppe seines jetzigen Managers Gerard van de Veen in Kontakt, womit seine Lauffreudigkeit entfacht war. Mit seiner Frau Caroline und den zwei Söhnen lebt er in Eldoret. Er will sich weiterhin auf seine Lauftätigkeit konzentrieren und seinen Weltrekord in Richtung zwei Stunden verschieben.



Peter Herzog, Christian Steinhammer und Christian Robin sind die österreichischen Topläufer beim Marathon. Für die Leichtathletik-EM in Berlin im August hat Österreichs theoretisch sechs Startplätze, vier Athleten werden mindestens entsandt. Laut aktuellem Stand wären Pfeil, Herzog, Steinhammer und Lemawork Ketema für die Titelkämpfe vorgesehen.

Letzterer wurde vergangenen Sonntag in Linz Sechster und unterbot dabei das EM-Limit. Im Österreichischen Leichtathletikverband (ÖLV) will man den Marathon und die Staatsmeisterschaften in Salzburg abwarten.




Schlagwörter

Marathon, VCM

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Dokument erstellt am 2018-04-19 17:27:28
Letzte Änderung am 2018-04-20 21:49:29




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