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Update: 30.05.2018, 07:43 Uhr

Festival

Elfenbeinflucht in Ottakring




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  • Das Bezirksfestival "Soho" startet am Samstag.

Soho in Ottakring wird für konzentrierte Blicke sorgen.

Soho in Ottakring wird für konzentrierte Blicke sorgen.© Vani-Eden Soho in Ottakring wird für konzentrierte Blicke sorgen.© Vani-Eden

Wien. (apa) Raus aus dem Elfenbeinturm, hinein unter die Menschen, deren friedliches Zusammenleben unter immer größeren politischen und gesellschaftlichen Druck zu geraten scheint. Das ist das Ziel des 1999 gegründeten Kunstfestivals "Soho in Ottakring", dessen aktuelle Ausgabe am Samstag eröffnet wird. "Jenseits des Unbehagens. Vom Arbeiten an der Gemeinschaft" lautet das heurige Festivalmotto.

Das Gebiet Sandleiten am nordwestlichen Rand des 16. Wiener Gemeindebezirks wird weit mehr als 100 Künstlern Platz auf neun Festival-Schauplätzen bieten. Das Programm präsentiert sich bunt und vielfältig: Es wird Ausstellungen geben, Konzerte, Workshops, Filmscreenings und ein Symposium. Die Eröffnung am Samstag macht die Gruppe Couscous ab 18.30 Uhr im Rahmen einer "musikalischen Eröffnungsprozession" durch den Kongresspark "mit Triangeln aus Baustahl und einem Metalldetektor die Umgebung auf Resonanz und Reaktionen untersuchen". Dazu wird der mehrsprachige Weltkultur Frauenchor am Matteottiplatz singen.

Information

"Soho in Ottakring 2018: Jenseits des Unbehagens. Vom Arbeiten an der Gemeinschaft", 2. - 17. Juni in Sandleiten in Ottakring, jeweils Mi.-So. 17-21 Uhr. Eröffnung: 2. Juni, 17-24 Uhr, Finale: 17. Juni, 17-24 Uhr.
www.sohoinottakring.at

Freier Eintritt

"Wenn Künstler und Künstlerinnen außerhalb der Kunstinstitutionen aktiv werden, dann haben sie etwas anderes vor: Künstlerische Formate sind dann die Mittel für unkonventionelle Formen der Kommunikation und des Austausches", wird Ula Schneider, Initiatorin und Leiterin von Soho in Ottakring in den Presseunterlagen zitiert. "Und nicht nur das: Kunst will Möglichkeitsräume schaffen und so die Welt, wie sie ist oder wie sie scheint, aus verschiedenen Perspektiven erfahrbar machen und festgefahrenen Denkmustern einen frischen Anstrich verpassen."

Das soll bei durchgängig freiem Eintritt in so unterschiedlichen Projekten wie einer "Wunderkammer in der Sandburg", in der Objekte Geschichten über Anrainer erzählen sollen, oder der partizipativen Science-Fiction-Fernsehserie "Nachtwache" von irreality.tv verwirklicht werden. In der Rosa-Luxemburg-Gasse 9 wird ein leer stehendes Gassenlokal als temporäres "Café Mangel" eingerichtet, gleich nebenan richtet das Österreichische Filmmuseum eine Außenstelle ein, in der privates Filmmaterial entgegengenommen und alle halben Stunde ein spezielles Programm im "Unsichtbares Wanderkino" gezeigt wird.

Ausstellungen beschäftigen sich u.a. mit dem "Gesetz des Gemeinwohls" und Schulprojekten. Einzelne Punkte des von Schneider gemeinsam mit Marie-Christine Hartig und Hansel Sato kuratierten Programms bieten etwa Mitmachtheater für Kinder oder "eine ethnografische Märchen-Reinterpretation im Kontext der Globalisierung" durch die kongolesische Künstlerin Elisabeth Bakambamba Tambwe. Als Versicherungsvertreter Mag. Herbert Gottsbacher durchstreift die Schauspielerin Ingeborg Schwab den Sandleitenhof und sorgt für Verunsicherung. Unter den Workshop-Angeboten finden sich auch Kurse oder Jam-Sessions mit Harri Stojka und Martin Grubinger, der bei großem Abschlussfest am 17. Juni im Kongresspark mit seinen Kursteilnehmern ein Open-Air-Konzert geben wird.





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-29 17:49:06
Letzte Änderung am 2018-05-30 07:43:20



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