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Update: 30.10.2018, 15:51 Uhr

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  • Mit dem "Bestattungskonfigurator" können Begräbnisse künftig online geplant werden.

Auch das Sargmodell kann auf der Website ausgewählt werden. - © apa/Roland Schlagerr

Auch das Sargmodell kann auf der Website ausgewählt werden. © apa/Roland Schlagerr

Wien. Ein Begräbnis zu organisieren, ist mitunter eine komplizierte Sache. Um Hinterbliebene zu unterstützen, hat die Bestattung Wien nun einen "Bestattungskonfigurator" entwickelt. Er geht am Donnerstag, also zu Allerheiligen, online und soll Betroffenen helfen, die Beisetzung samt anfallenden Kosten zu planen.

"Früher gab es drei Bestattungsklassen und das war’s", erinnerte sich Markus Pinter, Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien GmbH, am Dienstag. Mittlerweile gehe der Trend aber Richtung Individualisierung - vom Blumenschmuck über das Musikstück, das bei der Verabschiedung gespielt werden soll.

Mit dem "Bestattungskonfigurator", der auf der Website www.bestattungwien.at abrufbar sein wird, können sich Wiener ihr eigenes Begräbnis zusammenstellen. Kunden können zwischen fünf Paketen wählen: klassisch, naturverbunden, exklusiv, individuell und preisbewusst. Danach klickt man sich durch die unterschiedlichen Detailbereiche wie Sargmodell, Blumenschmuck, Musik oder zusätzliche Leistungen wie Fotograf und Grabinschrift. Auch spezielle Andenken, wie etwa ein in Weißgold gefasster Fingerabdruck des Verstorbenen, können angefordert werden.

Je nach Paket macht das System pro Kategorie selbst einen Vorschlag. Ist man mit der Vorauswahl nicht zufrieden, kann man auch selbständig aus diversen Sargmodellen oder Buketts auswählen.

"Es gibt keine versteckten Rabatte"

Bei jedem Schritt wird gleichzeitig der anfallende Preis ausgewiesen. Kostentransparenz sei ein großes Anliegen, betonte Bestattung-Geschäftsführer Jürgen Sild: "Bei uns gibt es keine versteckten Rabatte." Das Tool kann nicht nur im Akutfall, sondern auch für die eigene Zukunft verwendet werden, um im Ernstfall Freunden und Verwandten eine Art Leitfaden mit den eigenen Wünschen für den letzten Weg hinterlassen zu können.

Die fertige Planung kann man sich jedenfalls sowohl selbst als auch der Bestattung per Mail schicken. Das Begräbnis als solches direkt online bestellen beziehungsweise beauftragen, das kann man aber weiterhin nicht. Dafür ist weiterhin ein persönlicher Termin bei der Bestattung nötig - denn: "Es gibt bei Beerdigungen Dinge, die der Konfigurator nicht abdecken kann", betonte Sild.

So ist der Gesamtpreis eines Begräbnisses auch davon abhängig, wo die Person verstorben ist und auf welchem Friedhof sie begraben wird. Es müsse aber auch bedacht werden, dass beispielsweise bei einer Gruft ein Metallsarg verpflichtend sei, so Sild.





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Dokument erstellt am 2018-10-30 15:16:01
Letzte Änderung am 2018-10-30 15:51:25




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