• vom 07.11.2018, 18:04 Uhr

Stadtleben


Holocaust-Gedenken

Lichtinstallationen zur Erinnerung




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  • Zahlreiche Institutionen, Organisationen und Vereine widmen sich dieser Tage dem Gedenken an die Novemberpogrome 1938.

Der Namensturm der Uniqa.

Der Namensturm der Uniqa.© Uniqa/Gregor Bitschnau Der Namensturm der Uniqa.© Uniqa/Gregor Bitschnau

Wien. Keine Namensmauer, sondern einen Namensturm hat die Uniqa am Ufer des Donaukanals installiert. Seit 6. November um 19.38 Uhr (die Startuhrzeit hat eine besondere Symbolik) werden jeweils in den Abendstunden die Namen von 68 Holocaust-Opfern auf die Fassade des Versicherungsturms projiziert. Es sind die Namen jener 68 von den Nazis Ermordeten, die vor ihrer Deportation in den Häusern Ferdinandstraße 12-18 und Untere Donaustraße 23-25 - dem heutigen Standort der Uniqa - wohnten. Sie sollen stellvertretend für alle österreichischen Holocaustopfer stehen, heißt es vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW), das an der Gedenkaktion zu den Novemberpogromen 1938 beteiligt ist.

Eine weitere Lichtinstallation ist das "Projekt OT" ("OT" steht in der hebräischen Sprache für das deutsche Wort "Symbol" oder "Zeichen") des Jüdischen Museums Wien. Ab heute werden Lichtzeichen an die Stelle der 1938 zerstörten Synagogen und Bethäuser Wiens gesetzt, dazu gibt es zahlreiche Gedenkveranstaltungen. Hier eine Auswahl:


Donnerstag, 17 Uhr, Humboldtplatz, 1100 Wien: Niederlegung von weißen Rosen am Denkmal, danach interreligiöses Gedenken im Amtshaus Favoriten.

Lichtinstallation beim "Projekt OT".

Lichtinstallation beim "Projekt OT".© Jüdisches Museum Wien Lichtinstallation beim "Projekt OT".© Jüdisches Museum Wien

Donnerstag, 17.30 Uhr, Siebenbrunnengasse 1, 1050 Wien: Historische Einführung, interreligiöses Totengedenken.

Donnerstag, 18 Uhr, Tempelgasse 5, 1020 Wien: Gedenken, Zeitzeugenberichte, Lesungen und jüdische Musik auf dem großen Vorplatz des Psychosozialen Zentrums Esra. Bis 30. November ist die historische Fassade des Tempels in verkleinertem Maßstab als Bildrekonstruktion zu sehen (Anmeldung: 01/214 90 14).

Donnerstag, 18 Uhr, Altes AKH, Hof 6, Spitalgasse 2, 1090 Wien: Gedenken, Ansprachen, Begehung des Denkmals Marpe Lane Fesch. Auch das sonst nicht öffentlich zugängliche Gedenkbuch und die Online-Datenbank können eingesehen werden.

Donnerstag, 18.30 Uhr, Servitengasse/Grünentorgasse, 1090 Wien: Namentliche Verlesung der Shoah-Opfer, Zeitzeugenberichte über den Müllnertempel.

Donnerstag, 19 Uhr, Baunhubergasse7, 1110 Wien: Kranzniederlegung beim Gedenkstein der zerstörten Simmeringer Synagoge.

Freitag, 18.30 Uhr, Liesinger Platz, 1230 Wien: Virtuelle Rekonstruktionen der ehemaligen Synagoge auf das Liesinger Amtshaus. Anschließend Lichterkette zur Dirmhirngasse 112.

Freitag, 18.30 Uhr, Neudeggergasse 12, 1080 Wien: Mahnwache zum Gedenken an die 1938 ermordeten Nachbarn.

Freitag, 19 Uhr, Ruprechtskirche, 1010 Wien: Gedenkgottesdienst des Ökumenischen Rates. Anschließend "Nacht der Erinnerung" mit Vortrag, Lesungen und Mahnwache bis 5.45 Uhr.

Samstag, 18 Uhr, Schopenhauerstraße 39, 1180 Wien: Stilles Gedenken (Teilnahme mit Kerze) mit Musik von Timna Brauer.

Das "extra" widmet sich diesen
Samstag ebenfalls ausführlich den Novemberpogromen 1938.




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Dokument erstellt am 2018-11-07 18:16:15


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