Wien. (red) Die Planungen für die Neugestaltung der Rotenturmstraße gehen in die entscheidende Phase: Bis Jahresende soll das Projekt beschlossen werden, berichtete "wien.orf.at" am Montag. Die Stoßrichtung ist klar: Die Rotenturmstraße soll eine Begegnungszone werden, es soll mehr Pflanzen und Bäume, dafür aber weniger Parkplätze geben, heißt es aus dem Büro der scheidenden Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Zudem sollen zwei bis drei Brunnen gebaut werden.

Künftig beträgt die Höchstgeschwindigkeit nur mehr 20 km/h. Im Büro von Vassilakou wird das als "Fortschritt für den Verkehrsfluss" gesehen. Angedacht ist auch eine "Neuordnung der Schanigärten", erklärte der Rathausklub der SPÖ in einer Aussendung. Dadurch entstehe mehr Platz auf den Gehsteigen. In Ladezonen, die bisher nur von Unternehmer genutzt werden konnten, sollen zudem auch Anrainer parken können.

Umbau soll im nächsten
Herbst fertig sein

Die Bürger wurden über die Details am Montagabend bei einer Veranstaltung in der Innenstadt informiert, für Unternehmer gab es ein eigenes Treffen. Die Ergebnisse der Veranstaltungen sollen auch in die Neugestaltung der Straße miteinfließen.

Der Zeitplan ist eng: Nach Beschluss des Projekts im Dezember soll im Februar die Ausschreibung erfolgen. Der Beginn des Straßenumbaus ist für Juli angesetzt, bereits im Herbst soll er abgeschlossen sein.

Die Bezirksvertretung der Inneren Stadt übernimmt zwar keinen Teil der Baukosten, blockieren will der ÖVP-geführte Bezirk die Neugestaltung - so wie noch vor einigen Monaten - aber nicht mehr. "Es war uns wesentlich, den Verkehr zu erhalten und eine Form der Bürgerbeteiligung zu erwirken", hieß es aus dem Büro von Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) am Montag gegenüber "wien.orf.at".