• vom 07.01.2019, 16:20 Uhr

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Update: 07.01.2019, 22:49 Uhr

Dreikönigsaktion

"Nur wenige Meter vom Papst entfernt"




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Von Mathias Ziegler

  • Sternsinger unterwegs: Vier Schüler haben erst im Vatikan das neue Jahr gefeiert und dann in Wien Spenden gesammelt.

Die Sternsinger aus Wien im Petersdom. - © Kindermissionswerk/Romano Siciliani

Die Sternsinger aus Wien im Petersdom. © Kindermissionswerk/Romano Siciliani



Sternsinger-Auftakt beim Papst, danach Redaktionsbesuch bei der "Wiener Zeitung": Tobias (v.l.), Lukas und Selina mit Geschäftsführer Martin Fleischhacker (l.) und Chefredakteur Walter Hämmerle.

Sternsinger-Auftakt beim Papst, danach Redaktionsbesuch bei der "Wiener Zeitung": Tobias (v.l.), Lukas und Selina mit Geschäftsführer Martin Fleischhacker (l.) und Chefredakteur Walter Hämmerle.© WZ Sternsinger-Auftakt beim Papst, danach Redaktionsbesuch bei der "Wiener Zeitung": Tobias (v.l.), Lukas und Selina mit Geschäftsführer Martin Fleischhacker (l.) und Chefredakteur Walter Hämmerle.© WZ

Wien/Rom. "Geil!" So kurz und knapp lautet die Antwort von Tobias (12) auf die Frage, wie seine Weihnachtsferien waren. Warum? Weil er gemeinsam mit seinen Sternsingerkollegen Lukas (13) Selina (11) und Pia (11) im Rahmen der Dreikönigsaktion den Vatikan besucht hat. Dabei haben die vier Wiener Schüler auch die Neujahrsmesse mit Papst Franziskus im Zuge eines europäischen Sternsingertreffens gefeiert. Ganz persönlich getroffen haben sie ihn nicht, "aber er war beim Gottesdienst nur wenige Meter von uns entfernt", sagt ihr erwachsener Begleiter Konstantin Niederhuber von der Wiener Pfarre Maria-Drei-Kirchen im 3. Bezirk, aus der die vier Sternsinger stammen.

Beinahe den Zug versäumt

Schon die Anreise war aufregender, als ihnen lieb war. Lukas hätte nämlich fast den Nachtzug nach Rom versäumt: Er hätte eigentlich auf dem Weg aus dem Familienurlaub in Leoben zusteigen sollen, doch just an diesem Tag gab es auf der Strecke einen Tunnelbrand, und er stand mit dem Auto im Stau. "Wir haben es dann immerhin nach Villach geschafft, dort habe ich den Zug noch erwischt", erzählt der 13-Jährige beim traditionellen Besuch der Sternsinger vom Rennweg in der Redaktion der "Wiener Zeitung". Pia fehlt übrigens, weil sie gerade eine Schularbeit schreibt - die anderen drei wurden in der Schule für ihren Einsatz als Sternsinger am Montag (sie haben unter anderem auch die Bezirksvorstehung besucht) offiziell entschuldigt.

Spannend war auch der Besuch bei der Schweizergarde.

Spannend war auch der Besuch bei der Schweizergarde.© Konstantin Niederhuber Spannend war auch der Besuch bei der Schweizergarde.© Konstantin Niederhuber

Für Erheiterung bis Empörung sorgten während der 14-stündigen Zugfahrt nach Rom auch die Biolöffel der ÖBB: "Die haben sich nämlich im heißen Tee aufgeweicht", erzählt Niederhuber. Abgesehen davon schläft man als Teenager ohnehin wenig, wenn man eine Nacht im Zug verbringt. Insofern war der 31. Dezember - neben einem spannenden Besuch bei der Schweizergarde - als Ruhetag angelegt. Eigentlich wollten die fünf Wiener auch die Vatikanischen Museen besuchen. Drei Stunden Wartezeit waren ihnen dann aber zu lang.

Tagwache zu Neujahr um 6 Uhr

Ungewohnt war der Neujahrstag für die Sternsinger: "Wir sind um 6 Uhr aufgestanden, weil wir um 7.30 Uhr im Petersdom sein mussten", erzählt Tobias. Und das, obwohl der eineinhalbstündige Gottesdienst erst um 9 Uhr begann. Den Weg zum Petersdom legten sie natürlich verkleidet zurück, was bei Einheimischen und Touristen für Staunen sorgte. Die Festmesse war für alle Beteiligten der Höhepunkt ihres Rom-Trips, den sie - mit Unterstützung der Pfarrgemeinde - selbst bezahlt haben.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2019-01-07 16:32:29
Letzte Änderung am 2019-01-07 22:49:36


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