• vom 09.01.2019, 22:01 Uhr

Stadtleben


Donaustadt

Wien muss auf seine Donaubühne noch warten




  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Eventlocation soll in der Donaustadt errichtet werden. Bürgermeister Ludwig avisierte Probebetrieb für 2020.

Wien. Bregenz hat eine Bühne im Wasser, Mörbisch bekanntlich auch, und in Tulln liegt sie sogar in der Donau vor Anker. Die Wiener müssen hingegen auf ihre Donaubühne noch länger warten. Angekündigt wurde diese bereits im März des Vorjahres bei einer Klausur der Wiener SPÖ. Doch noch ist nichts entschieden, die Standortsuche läuft.

Der damals frischgebackene rote Parteivorsitzende und nunmehrige Bürgermeister Michael Ludwig kündigte am Kahlenberg eine ans Donauufer gebaute Sommerbühne in der Donaustadt - also im 22. Bezirk - an. Die Bevölkerung solle in einen Kulturgenuss à la "Mozart an der Donau" kommen. Auch ein Aufführungsort für elektronische Musik könne die Bühne werden, wurde betont. Details zu Örtlichkeit, Kosten und Zeitrahmen gab es damals nicht.


Kleine Bucht an der Alten Donau in Kaisermühlen als eine der Optionen
Daran hat sich nicht sehr viel geändert. Der Stadtchef hat jüngst in Interviews einen Probebetrieb für 2020 avisiert. Wie ein Sprecher von Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) betonte, befindet man sich derzeit noch mitten in der Findungsphase. In Hankes Ressort fällt die Wien-Holding, die mit der operativen Umsetzung des Projekts betraut wurde. Derzeit würden Standorte geprüft, Konzepte eingeholt und über mögliche Partner, die die Location errichten oder auch betreiben könnten, nachgedacht, hieß es am Mittwoch.

Zuletzt war bereits über mögliche Orte spekuliert worden. Laut der Tageszeitung "Österreich" soll etwa die kleine, an der Neuen Donau gelegene Bucht in Kaisermühlen, die bereits jetzt über halbkreisförmige Treppen verfügt, klarer Favorit sein. Bereits die Festwochen könnten im Frühsommer dort gastieren, wurde vermutet. Letzteres wird im Rathaus allerdings dementiert - laut Insidern würden die Festwochen in der Erste Bank Arena stattfinden. Der Standort selbst scheint aber ein möglicher Kandidat zu sein, heißt es.

Verwiesen wird jedoch auf ein Kriterium, das bei der gesamten Planung zu berücksichtigen ist - nämlich auf die Gefahr durch Hochwasser. Denn die Neue Donau fungiert vor allem als Entlastungsgerinne. Sie wird bei Hochwasser geflutet.

Auch ein Provisorium als Übergangslösung wäre denkbar
Bauten direkt am Ufer, also etwa jene an der Copa Cagrana bzw. am Copa Beach, liegen im Überschwemmungsbereich und müssen dementsprechend baulich ausgestattet sein. Auch bei der Donaubühne werden entsprechende Vorkehrungen überlegt, um mögliche Schäden zu vermeiden. In Wien wird nicht zuletzt auf die schwimmende Plattform "Linzer Auge" verwiesen, die in der oberösterreichischen Hauptstadt 2010 aus ihrer Verankerung gerissen und abgetrieben wurde.

Möglich wäre, so ist zu vernehmen, dass die Donau-Stage zunächst nur provisorisch errichtet wird. Dass die Flussbühne noch auf sich warten lässt, könnte auch dran liegen, dass ein anderes Projekt zuletzt vorangetrieben wurde: die - ebenfalls im Frühjahr 2018 angekündigte - Mehrzweckhalle. Dieses Vorhaben ist deutlich weiter fortgeschritten. Details dazu sollen nämlich noch im Jänner präsentiert werden.




Schlagwörter

Donaustadt, Sommerbühne

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2019-01-09 17:11:25


Vor Gericht

"Ich dachte, dass ich sterben muss"

So sauber und korrekt wie hier soll es bei den Operationen des Angeklagten nicht zugegangen sein: Er soll teils in Straßenkleidung, ohne Mundschutz und Handschuhe operiert haben. - © apa/Roland Schlager Wien. Auch heute noch ist Frau T. von dem Eingriff traumatisiert. Sie beginnt zu weinen, als sie davon erzählt. Erst nachdem ihr ein Wasser gereicht... weiter




Vor Gericht

Verbissen

Den verpflichtenden Hundeführschein für ihren Pitbull hat die Zweitangeklagte nicht gemacht (Symbolfoto). - © afp/Jack Guez Wien. Selbst nach Verhandlungsschluss kehrt keine Ruhe ein. Beschwerden hallen durch den Saal, Angeklagte und deren Angehörige umringen den... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Immer mehr Frauen als Mordopfer
  2. Erlustigungsrelikt im verwaldeten Landschaftsgarten
  3. Mehrere Einsätze für Wiener Feuerwehr wegen Sturmschäden
  4. Car2go fährt elektrisch in Paris
  5. Essen verboten
Meistkommentiert
  1. Die Not mit der Notwehr
  2. Wiens Pläne laut Juristen unzulässig
  3. Ludwig kontert Kritik von Kurz und Strache
  4. "Ab 2021 sind E-Autos massentauglich"
  5. Keine Toleranz beim Thema Gewalt

Edip Sekowitsch

"Der Setschko war ein Fighter"

Den Sekowitschweg gibt es seit 2012 - doch jetzt wurde er offiziell eingeweiht und gesegnet. - © Schmölzer Wien. Wenn man ihn danach fragte, redete Edip Sekowitsch bereitwillig über seine alte Leidenschaft. Nur vom Äußeren her hätte dem Besitzer eines... weiter




Holzhochhaus

Hoch hinaus mit Holz

Das weltweit höchste Holzhochhaus entsteht in der Seestadt Aspern. - © RLP Ruediger Lainer und Partner Wien/Dornbirn. Das weltweit höchste Holzhochhaus soll in der Seestadt Apern entstehen. Seit mehr als einem Jahr wird an dem Bauwerk aus 24 Stockwerken... weiter




Geschichte

Bitte à la Giraffe!

Wildlife Animals - © Chris Van Lennep Wien. Die Geschichte fängt harmlos an: 1828 erhielt Kaiser Franz I. (II.) vom Vizekönig von Ägypten eine Giraffe, die dieser wiederum im Tiergarten... weiter






Werbung