Wien. (afm) Anrainer sorgen sich um den Fortbestand der Villa Aurora am Wilhelminenberg. Es kursieren Gerüchte, dass das 1785 errichtete Gebäude verkauft und der Gastronomiebetrieb eingestellt werden soll. Auch die "Initiative Denkmalschutz" schlägt in sozialen Netzwerken Alarm, da das Gebäude weder dem Denkmalschutz unterliegt, noch sich in einer Schutzzone befindet.

"Einen Verkauf kann ich nicht bestätigen, das sind nur Gerüchte", erklärt indes Friedrich Falkner, Geschäftsführer der Villa Aurora, gegenüber der "Wiener Zeitung". Auch einen Abriss des Gebäudes schließt er dezidiert aus. Vielmehr werde die Villa Aurora ab Mai komplett renoviert. "Das wird in etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Aber dann wird sie ganz in neuem Glanz erstrahlen und der Gastronomiebetrieb wird mit einem erweiterten Angebot wieder aufgenommen", sagt Falkner.

Kein Schicksal wie das Sperl

Die Villa Aurora entgeht so einem Schicksal, das bereits andere Traditions-Gasthäuser in Wien ereilt hat. Das Gasthaus Sperl auf der Wieden wurde im vergangenen Juni nach 93 Jahren geschlossen. Im selben Monat begannen Abrissarbeiten am Biedermeierhaus. Der Abbruch wurde damals aufgrund der neuen Wiener Baurechtsnovelle gestoppt.

Diese sieht nämlich für den Abriss von Gebäuden, die vor 1945 errichtet wurden, zwingend eine Genehmigung vor. Auch bei der Villa Aurora wäre im Ernstfall eine Genehmigung notwendig gewesen. Weniger Glück hatte unterdessen das "Ottakringer Landhaus" in der Albrechtskreithgasse. Das ehemalige Fuhrwerker- und Gasthaus wurde kurz vor Inkrafttreten der Wiener Baurechtsnovelle im Juli 2018 überraschend abgerissen.