• vom 28.05.2013, 17:33 Uhr

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Schule

Studie: Glücklich verliebte Schüler lernen besser




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    Wien. (vasa) Verliebtsein und Nicht-Verliebtsein steigert die Lernmotivation von Schülern - Liebeskummer blockiert hingegen die Konzentration und reduziert das Lerntempo. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Nachhilfeanbieters LernQuadrat. Befragt wurden insgesamt 300 Schüler zwischen elf und 19 Jahren.


    Ein Zusammenhang zwischen Liebe und Lernerfolg wurde in vielerlei Hinsicht nachgewiesen, das Thema bisher aber unterschätzt, sagt Studienautor Jan Höltge. Er spricht vom "Vitamin L+", das Selbstvertrauen und die Kreativität stärken kann. Motivation, Ausdauer und Interesse können gefördert, Konzentration und Lerntempo allerdings auch drastisch reduziert werden - wenn das traute Glück zerbricht und zerbrochene Herzen zurück lässt.

    Jeder zehnte Schüler würde an Liebeskummer leiden, was meist zu Konzentrationsschwierigkeiten und nicht selten zu schulischem Leistungsabfall führt. 38,7 Prozent der "unglücklich Verliebten" geben an, sich "gerade für nichts zu interessieren, das sie lernen sollten", während nur 14,1 Prozent der "glücklich Verliebten" dies bejahten. Insgesamt 47 Prozent der Befragten gaben an, verliebt zu sein.

    Die stärkste Auswirkung hat die Liebe bei den 13- bis 16-Jährigen; Mädchen entflammen etwas häufiger. Bei ihnen ist der Einfluss oftmals positiver als bei Burschen.

    Wie soll man als Lehrer mit unglücklich verliebten Schülern umgehen? "Ein Schüler, der aus Liebeskummer kein Interesse am Unterricht hat, sollte seine Zeit auch absitzen dürfen", sagt LernQuadrat-Geschäftsführer Konrad Zimmermann zur "Wiener Zeitung". In der Pause kann der Lehrer dann das Gespräch mit dem Betroffenen suchen.

    Eltern warnt der Experte davor, sich dem Nachwuchs bei gebrochenem Herzen aufzudrängen. "Ein absolutes No-Go. Abgrenzung ist gerade in dieser Phase wichtig". Besser wäre es, "Signale auszusenden", dass man für den Nachwuchs da sei.




    Schlagwörter

    Schule, Verliebt sein, Liebe, Lehrer

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
    Dokument erstellt am 2013-05-28 17:38:04



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