• vom 06.08.2014, 13:11 Uhr

Stadtleben

Update: 06.08.2014, 13:42 Uhr

Hypotopia

Eine Stadt in der Stadt




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Von Matthias Winterer

  • Mit 19.000.000.000 Euro kann man entweder die Hypo Alpe Adria retten - oder eine Großstadt bauen.

Wien. Ab Oktober entsteht auf dem Wiener Karlsplatz eine Stadt in der Stadt, und zwar die sechstgrößte des Landes. "Hypotopia" wird ein Paradies und Wien in Sachen Lebensqualität um Längen schlagen. Obwohl sie rund 100.000 Menschen Wohnraum bietet, sprechen ihre Planer von einer Milliardenstadt.

"Hypotopia" ist natürlich eine Phantasiestadt, erdacht von Studenten der TU Wien. Die Idee hinter dem Projekt ist simpel und einprägsam zugleich: Mit 19.000.000.000 Euro kann man entweder die Hypo Alpe Adria retten - oder eine Großstadt bauen. Eine gesamte Metropole, vom ersten Spatenstich bis zur endgültigen Schlüsselübergabe – inklusive Baugründe, Straßen, Verwaltungsgebäude, Spitäler, Kinos, Theater, Wohnraum und vieles mehr.

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Die Maßstäbe greifbar machen
"Das Projekt soll die unglaubliche Summe von 19 Milliarden Euro in greifbare Maßstäbe rücken und so den kritischen Diskurs entfachen", sagt Lukas Zeilbauer, Initiator des Gedankenexperiments. Dafür transformiert sich "Hypotopia" ab Oktober von reiner Fiktion in plastische Realität. Im Wasserbecken vor dem Wiener Karlsplatz wird ein Modell der Stadt im Größenverhältnis 1:100 wachsen. In digitaler, dreidimensionaler Form kann man "Hypotopia" samt Flussgabelung, futuristischer Skyline und Windrädern bereits jetzt bewundern.

Verschiedene urbane Problemfelder
Neben der Kritik am finanziellen Desaster rund um die Hypo Alpe Adria ist es den Stadtplanern ein Anliegen, auch anderweitige gesellschaftspolitische Fragen zu thematisieren. So beschäftigt sich das Projekt neben Mobilität und Energieverbrauch auch mit neuen Formen der Bildung abseits bekannter Strukturen.

In "Hypotopia" gibt es außer Ver- und Entsorgungswege keinerlei Straßen für den motorisieren Verkehr. "Aufgrund der ausgeklügelten Planung sind die Hauptverkehrsmittel die Beine", erklärt Zeilbauer, "und die Hochhäuser können alle problemlos aus Holz gebaut werden, denn bei uns existiert keine mächtige Betonlobby".

Außerdem habe der Energieexperte der Stadt berechnet, dass man mit weniger als einer Milliarden Euro 100.000 Menschen ein ganzes Jahr mit nachhaltiger Energie versorgen könnte. Die Phantasie, was man 19 Milliarden noch alles machen könnte, soll "Hypotopia" anregen.




Schlagwörter

Hypotopia, Karlsplatz, TU Wien

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2014-08-05 15:47:38
Letzte Änderung am 2014-08-06 13:42:34


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