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Stadtleben

Update: 03.03.2015, 09:20 Uhr

Studentenheim

Noble Studentensuite




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Von Julia Beirer

  • Früher galten die Zimmer in Studentheimen als spartanisch und bescheiden, mit den "Campus Studio" neben der Wiener Wirtschaftsuniversität wird sich das nun ändern. Denn die Manager von Morgen sollen nicht auf ihren Luxus verzichten.

Zweimal im Monat schaut eine Putzfrau in den Zimmern der Neo-Studenten nach dem Rechten. - © Corbis.

Zweimal im Monat schaut eine Putzfrau in den Zimmern der Neo-Studenten nach dem Rechten. © Corbis.

Wien. Das neue Studentenwohnheim neben dem neuen Campus der Wirtschaftsuniversität (WU) bietet Luxus und Komfort. Zwei Minuten Fußweg in die Vorlesung, Pizzeria und Sauna befinden sich im Haus. Doch das hat seinen Preis.

Sauna, Fitnessraum, Flat Screen Fernseher und kabelloses Internet in jedem Zimmer. Außerdem eine eigene Küche, Bad und Balkon. Was wie eine Beschreibung für ein Hotelzimmer klingt, ist die Ausstattung der Campus Studios, einem neuen Luxus-Studentenwohnheim der Akademikerhilfe, neben der Wirtschaftsuni. Interessierte Studenten können seit dem gestrigen Montag einziehen. Zumindest die, die es sich leisten können.


Noch vier Tage zuvor war hier Baustelle. Es roch nach abgeschnittenem Holz, Staub lag in der Luft der Eingangshalle und von irgendwoher war immer eine Bohrmaschine zu hören. Die Möbel für die Zimmer wurden gerade geliefert und die Bauarbeiter verteilten die Regale, Schreibtische und Matratzen auf die Zimmer. "Die Möbel wurden von einem Architekturbüro designt", sagt Christa Baldauf. Sie ist Marketingleiterin der Akademikerhilfe und mit der Umsetzung der sogenannten Campus Studios betraut.

Ein Standardeinzelzimmer hat 26m2 und kostet 640 Euro im Monat. Die Zimmer sind mit jeglichem Komfort ausgestattet. Sogar eine Gegensprechanlage befindet sich in der Küche von jeder Wohneinheit, damit die Bewohner nicht extra runter gehen müssen, wenn sie Besuch bekommen. "Die Nachfrage ist auf jeden Fall da, denn ab Herbst sind schon fast alle 165 Plätze vergeben", sagt Baldauf. Im Erdgeschoß werden in ein paar Monaten eine Pizzeria und ein Kaffee eröffnen. "Dann haben die Studenten, die hier wohnen, wirklich alles was sie brauchen", sagt die Marketingleiterin.

Zigarettenrauch und Alkohol
Da herrscht in den alten Studentenheimen noch ein ganz anderes Lebensgefühl. Das Dr. Adolf Schärf Heim im 20. Bezirk gibt es bereits seit Anfang der 1990er Jahre und das sieht man auch. An den Wänden sind schwarze Flecken zu sehen und die rote Farbe, mit der der Türstock bemalt ist, blättert schon lange ab. Doch das stört die Bewohner hier nicht. "Ich zahle für mein Einzelzimmer 290 Euro und dafür habe ich alles, was ich brauche. Ich bin da nicht so pingelig", sagt Thomas, einer der Bewohner.

Gekocht wird in der Gemeinschaftsküche und gefeiert in einem alten Partyraum im Erdgeschoss, in dem es auch untertags immer nach Zigarettenrauch und abgestandenem Alkohol riecht. Die Möbel in den Zimmern sind nicht mehr modern und haben schon einige Jahre auf dem Buckel, aber sie erfüllen ihren Zweck. Ausgestattet sind die Zimmer mit Regalen, Schreibtisch, Einzelbett, Schrank und einem kleinen verschließbaren Kästchen.

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Dokument erstellt am 2015-03-02 17:53:04
Letzte Änderung am 2015-03-03 09:20:25




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