• vom 30.05.2015, 20:00 Uhr

Stadtleben


Kirche

"Dass noch so viel offen ist, bedeutet auch eine große Chance"




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Von Mathias Ziegler

  • Matthias Felber, künftiger Pfarrer der neuen Pfarre "Zum Göttlichen Wort", im Interview über die Strukturreform.


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"Wiener Zeitung": Was sind die größten Baustellen bei der Entstehung der neuen Pfarre?

Pfarrer Matthias Felber: Alles ist offen. (lacht) Das Pastoralkonzept zum Beispiel ist in Ansätzen da. Es gibt Grundlinien und ein Leitmotiv, aber das alles auszuformulieren, steht uns noch bevor. Die Zuständigkeit der Priester ist im Wesentlichen klar: Die Letztverantwortung hat der Pfarrer, ansonsten wird es nicht so sein, dass ein Priester nur für jeweils eine Gemeinde verantwortlich ist. Aber für die verschiedenen Bereiche wird je ein Priester zuständig sein: Einige wie Senioren, Caritas oder Öffentlichkeitsarbeit sind schon fix vergeben, für die Jugend etwa hat sich noch keiner gefunden. Gerade hier werden neue Wege notwendig sein, denn derzeit gibt es nur in der Pfarre "Allerheiligste Dreifaltigkeit" eine nennenswerte Jugendgruppe.


Bleiben die einzelnen Gruppen erhalten oder ist eine Zusammenlegung auf je eine große geplant?

Bei den Senioren hoffe ich, dass so weitergearbeitet wird wie bisher. Soweit es Gruppen gibt, sollen die alle erhalten bleiben. Aber es ist mühsam und wird immer mühsamer. Das müssen wir uns alles noch anschauen. Aber das finde ich auch gut, dass noch so viel offen ist, denn das bedeutet ja auch eine große Chance.

Der Personalstand ist mit der Pfarre Neu nicht weniger geworden, dabei ist ja auch oft die Rede von Priestermangel . . .

Es herrscht weniger ein Priester- als ein Pfarrermangel. Nicht jeder Priester will auch Pfarrer sein. Wir brauchen jetzt nur noch einen Pfarrer und nicht mehr drei, das erleichtert es schon.

Für Sie wird es eine große Aufgabe.

Mich schreckt das wenig. Ich war vorher in Ghana und habe ein großes Gebiet mit vielen Dörfern betreut. In Österreich ist halt der administrative Rahmen straffer.

Wie ist die Zusammenarbeit mit der Erzdiözese?

Es läuft praktisch alles in Absprache mit der Diözese, und es gibt da sehr viel Begleitung und Unterstützung.

Der Begriff "Filialkirche" stößt einigen in den Gemeinden sauer auf.

Da arbeite ich immer dagegen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich jetzt alles am Keplerplatz konzentrieren soll, allein schon von den Messen: Künftig wird es sogar mehr geben als vorher. Freilich haben manche die etwas egoistische Sorge, dass verschiedene Zelebranten kommen und sie den Pfarrer nicht erleben. Da muss noch viel wachsen.




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Dokument erstellt am 2015-05-29 15:05:08


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