• vom 25.03.2016, 15:46 Uhr

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Update: 25.03.2016, 15:53 Uhr

Clubkultur

Pratersauna eröffnet im April




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Von Stefan Niederwieser

  • Die "Wiener Zeitung" war auf der Baustelle und präsentiert die Neuheiten des Clubs.

Der Pool (r.) soll in einem Monat wieder mit Wasser gefüllt sein.

Der Pool (r.) soll in einem Monat wieder mit Wasser gefüllt sein.© Niederwieser Der Pool (r.) soll in einem Monat wieder mit Wasser gefüllt sein.© Niederwieser

Wien. Freitag, Samstag und Mittwoch wird die neue Pratersauna fix offen sein. Donnerstag oft, aber nicht immer. Der Garten wird deutlich größer sein, während Terrasse und Pool in etwa gleich bleiben. Beim gezapften Bier muss vorne eine Drei stehen und das wird auch lange so bleiben, also 3,90 Euro für ein Krügerl, meint Martin Ho, der neue Chef der Sauna beim Baustellenbesuch. Mit dabei ist Max Wanderer, 21 Jahre jung, der mit Paco Di Bango einen wesentlichen Teil der Musik programmieren wird.

Da, wo in fünf Wochen schon schöne Menschen in Bikinis und Badeshorts im Strandclub der neuen Pratersauna liegen sollen, stampfen gerade noch grobe Stiefel über die offene Erde und die Fahrspuren von Baggern. In den Ästen der Birke hängt am Pool eine einsame Discokugel, wie um zu zeigen, dass hier eine Partyikone schlummert. Sieben Jahre lang hat die Pratersauna den Ton in Wiens Clubkultur angegeben. Im Jänner wurde furios drei Tage durchgehend Abschied gefeiert. Am Ende hatten viele Fans wohl immer noch nicht ganz realisiert, dass man erst merkt, was man hat, wenn man es nicht mehr hat.


"Wir wollen damit den Druck von den Sorgen und Erwartungen der alten Pratersauna-Fans nehmen und optimieren den Club nur technisch, räumlich und logistisch. Die Sauna steht weiter für Social Life und Arts, ist offen und soll alle Zielgruppen ansprechen", meint Martin Ho im Gespräch. Heute wie damals, so lautet das Motto, unter dem das Re-Opening deshalb steht. Man will zeigen, dass es Kontinuität gibt. Tatsächlich sind überraschend viele Dinge übernommen worden. Und während im anliegenden Club Vie I Pee nur selten angekündigt wird, wer auflegt - weil man ohnehin nicht wegen der Musik hingeht -, soll den Musikern in der Pratersauna weiterhin mit Respekt begegnet werden.

Eröffnet wird die Sauna, so wie sie geschlossen wurde: mit einer Party über 36 Stunden. Das Line-up hätte zu 100 Prozent auf jedes Wochenende der alten Sauna gepasst. Rudy Wrany aka "Crazy Sonic", der seit Jahrzehnten die Wiener Clubkultur prägt und kommentiert, wird den Mittwoch gestalten, inklusive dem sommerlichen Nachtschwimmer.

"Kein Sonntag ohne Techno" wird keinen Sonntag ohne Techno und Blumen im Haar feiern. Andere machen unter neuem Namen weiter. Oder sie waren in Clubs aktiv, die der Sauna sehr nahestanden und -stehen. Sogar die alten Chefs, Hennes Weiss und Stefan Hiess, machen im Sommer den 5-Uhr-Tee weiter. Also alles gleich und alle Aufregung um die Übernahme und alle Tränen umsonst? Sicher nicht.

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Schlagwörter

Clubkultur, Pratersauna, Martin Ho

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-03-25 15:50:05
Letzte Änderung am 2016-03-25 15:53:03


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