• vom 23.05.2016, 20:18 Uhr

Stadtleben

Update: 23.05.2016, 20:43 Uhr

Pioneers Festival

Sauberes Wasser und g’schickter Wein




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Von Ina Weber

  • Sich selbst oder die Umwelt bereichern? - Nachhaltige Start-ups am Pioneers Festival - Szene setzt Hoffnung in Besuch von Kanzler Kern.



Wien. Ein Unternehmen zu gründen und/oder eine App zu entwickeln, um einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen, ist bis dato nicht immer das Hauptanliegen der Start-up-Szene gewesen. Geht es doch meistens darum, möglichst schnell viel Geld zu machen und die Sache weiterzuverkaufen. "Die Exit-getriebenen Geschäftsmodelle stehen bei vielen Start-ups im Vordergrund. Viele sind motiviert durch einen möglichst raschen Verkauf ihrer Idee oder ihres Start-ups, wenige dadurch, eine Nachhaltigkeit, etwa durch Arbeitsplätze, zu schaffen", so Thomas Funke, Leiter des Fachbereichs Gründung und Innovation im Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft, zur "Wiener Zeitung".

Dennoch gibt es laut Funke eine "Parallelbewegung". Jene Erfinder, die es sich zum Ziel gemacht haben, die Welt ein Stück besser zu machen. Und so finden sich auch heuer wieder am diesjährigen Pioneers Festival, heute und morgen, zahlreiche Projekte, die dieses Ziel verfolgen. Für Andreas Tschas, Co-Gründer und CEO des Festivals, ist es ohnehin das große gemeinsame Ziel der Pioniere: "Wir wollen die Probleme der Menschheit lösen."


Harald Mahrer zeigt Interesse an Dean Kamens "First"
"Kinder sind die Zukunft", sagt Dean Kamen. Der Segway-Erfinder, der nicht bei einem Unfall mit seinem Segway gestorben ist, wie in den Medien fälschlich behauptet wurde, ist einer der prominenten Redner am Pioneers Festival. Kamen hat die Bildungsinitiative "First" erfunden. Damit will er Kindern beibringen, mit Robotern zu arbeiten und diese zu bauen. Dabei werde ein ganz anderer Anreiz geschaffen, Mathematik zu lernen.

Oder: Kinder können im Zuge von "First" Lösungen etwa für das Müllproblem suchen. Denn Kamen ist überzeugt, es sind die Kinder, die die Probleme von heute lösen können und keine Angst vor dem Scheitern haben. Harald Mahrer (ÖVP), Forschungsstaatssekretär, hat bereits Interesse an Kamens Bildungsinitiative gezeigt und überlegt dieses Programm erstmals nach Europa holen.

Kamen präsentiert weiters seine Technologie SlingShot, die es ermöglicht, aus schmutzigem sauberes Wasser zu gewinnen. Die Wasseraufbereitungsanlage wurde in Afrika aufgebaut. "Wenn wir die Welt mit sauberem Wasser versorgen könnten, hätten wir viele Probleme weniger", so Festival-Gründer Tschas.

Das Start-up "Ocean Cleanup" kommt aus den Niederlanden. Boyan Slat und sein Team haben eine Technologie erfunden, die Plastik aus den Meeren fischt und es recyclt. Riesige Auffangnetze nützen die Strömung, um das Plastik einzusammeln. Die Netze gehen nur bis einen Zentimeter unter das Wasser, daher trifft es die Fische nicht, die unterhalb durchtauchen können.

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2016-05-23 17:05:08
Letzte Änderung am 2016-05-23 20:43:36


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