• vom 24.05.2016, 17:41 Uhr

Stadtleben

Update: 25.05.2016, 07:57 Uhr

Pioneers

Tech-Frauen gefragt




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Von Ina Weber

  • Das Pioneers Festival steigerte den Frauenanteil auf 30 Prozent - eine Auswahl von Frauen und ihren Ideen.

Anna Iarotska von Robo Wunderkind.

Anna Iarotska von Robo Wunderkind.© Robo Anna Iarotska von Robo Wunderkind.© Robo

Wien. 2500 Teilnehmer wuseln am Dienstag durch die Hallen der Wiener Hofburg. Das fünfte Pioneers Festival endet heute, Mittwoch. Dieses Mal setzen die Veranstalter auf Qualität statt auf Quantität und die Teilnehmerzahl wurde auf 2500 beschränkt.

Dies macht sich bei der Eröffnung im Saal Arena bemerkbar. Im Gegensatz zum vorigen Jahr findet heuer jeder einen Sitzplatz. Die Masse ist überschaubar. Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ) überreicht zehn Vienna Start-up-Packages, die es den Gewinnern ermöglichen, drei Monate lang in einem Wiener Hub zu arbeiten. Die Veranstalter verkünden auch die Gewinner der Start-up-Challenge. Überglücklich stehen sie alle auf der Bühne. Darunter "Infarm", das erste Gewächshaus, das in einem Supermarkt installiert werden kann. Auffällig ist, dass unter all den Gewinnern keine einzige Frau die Bühne betritt. Außer Brauner gibt es nur Männer zu sehen.

Desirée Zottl und Aleksandar Palic von Gatherer.

Desirée Zottl und Aleksandar Palic von Gatherer.© Weber Desirée Zottl und Aleksandar Palic von Gatherer.© Weber

Bei den Teilnehmern des Festivals sieht es jedoch anders aus. Die Festival-Gründer konnten ihr angestrebtes Ziel erreichen und die Frauenquote von 25 Prozent im Vorjahr auf nun 30 Prozent anheben. Dazu wurde die Initiative "Supercharging Tech by Supercharging Women" ins Leben gerufen und zusätzliche Gründerinnen für das Festival gewonnen.


Desirée Zottl
von Gathererapp

Eine der Frauen am Festival ist Desirée Zottl. Sie hat gemeinsam mit Aleksandar Palic und Michael Kräftner die neue App Gatherer entwickelt - eine App, die ähnlich wie Doodle die gemeinsame Terminfindung vereinfachen soll. Als Frau sieht sich Zottl in dieser Branche nicht benachteiligt. Im Gegenteil: Wenn sie so wie heute auf der Bühne nur Männer sieht, möchte sie nur eines: in Zukunft dabei sein. "Dann würde ich auffallen. Das wäre cool", lacht sie.

Cristina Fonseca von Talkdesk.

Cristina Fonseca von Talkdesk.© Weber Cristina Fonseca von Talkdesk.© Weber

Die drei Gründer von Gatherer haben an der FH St. Pölten digitale Medientechnologie studiert. Als Zottl mit sieben Freundinnen eine Städtereise planen will, war das fast ein Ding der Unmöglichkeit. "Die einen benützen SMS, die anderen WhatsApp oder Facebook. Ich hab’ mir gedacht, da muss es etwas Besseres geben, um plattformübergreifende Termine finden zu können", sagt sie im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Und so entwickelte das Team die neue Software. Sie haben bereits in Budapest und in Tel Aviv gepicht und sind derzeit mit Investoren in Verhandlungen. "Ich bin Progammiererin", sagt die junge Frau, die ursprünglich aus dem Waldviertel kommt. Wenn sie heute für einen Pitch auf die Bühne geht, denkt sie sich nun nicht mehr: "Oh Gott, jetzt komm’ ich gleich dran", heute freut sie sich darauf, um anderen ihre Idee zeigen zu können.

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Schlagwörter

Pioneers, Frauenanteil, Investoren

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-05-24 17:44:07
Letzte Änderung am 2016-05-25 07:57:35


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