• vom 14.07.2016, 17:22 Uhr

Stadtleben

Update: 29.07.2016, 15:26 Uhr

Prater

Erstes Kino als Kunstform




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"Film ab"
1913 verließ Juhasz schließlich den Prater und eröffnete seine Mödlinger Bühne mit 550 Sitzplätzen. Im Ersten Weltkrieg versorgte er Mödling und Umgebung mit Strom, den er mit seinen eigenen Stromerzeugern im Theaterkeller produzierte. Nach dem verlorenen Weltkrieg hatten die Menschen kein Geld, um seine Vorstellungen zu besuchen, und so verkaufte er sein Kino an der Wienzeile und löste seine Firma auf. Er wollte sich nur mehr um seine Mödlinger Bühne kümmern. 1923 trat dort etwa Arnold Schönberg als Dirigent auf. In den 1930ern hatte er bereits eine Tonfilmeinrichtung eingerichtet, und das Theater konnte er mit seiner Frau Leopoldine bis zu seinem Tod 1940 fortsetzen: mit voller Hingabe und Begeisterung. Danach wurde er im Foyer seines Theaters aufgebahrt und am Mödlinger Friedhof begraben. Nach seinem Tod führte Leopoldine Juhasz die Mödlinger Bühne bis wenige Wochen vor ihrem Tod am 8. April 1968 weiter. Es wurden weiterhin nicht nur Filme präsentiert, sondern auch Theater- und Varietévorführungen, unter anderen mit Johannes Heesters, Marika Rökk, Paul und Sepp Löwinger, Peter Alexander, Peter Kraus, Udo Jürgens, Fatty George und der 16-jährigen Romy Schneider, die mit ihrer Mutter kam. In den 1990ern wurde die Bühne von der Gemeinde Mödling renoviert und gilt heute als eines der schönsten erhaltenen Jugendstiltheater.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-07-14 17:26:05
Letzte Änderung am 2016-07-29 15:26:45


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