• vom 05.10.2016, 15:46 Uhr

Stadtleben

Update: 17.01.2018, 09:40 Uhr

Atelier

Instrumentalisierte Nomaden




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Allein gelassen von der Stadt

"Nein, das kann nicht weg", lautete das Motto der Mo.e Eröffnung vor zwei Wochen. Als Antwort auf die nicht gestellte, rhetorische Frage: "Ist das Kunst? Oder kann das weg?" Es schwingt Trotz mit und Enttäuschung über die fehlende Unterstützung und das Nicht-Honorieren des Engagements für die kulturelle Belebung des Grätzels. Von der Stadt fühlt sich das Mo.e alleingelassen. Es habe zwar immer wieder Fördergelder für künstlerische Projekte gegeben, aber als es brenzlig wurde, zog man sich zurück. "Wir schätzen das Mo.e und was sie tun und fördern sie auch", heißt es aus dem Büro von Kulturstadtrat Andreas Mailath Pokorny. Es handle sich hier um "Privatangelegenheit um ein Mietverhältnis".

Die realen Folgen der Debatte um Leerstands- und Zwischennutzung zeigt sich am deutlichsten hier, im prekären Untergrund. Seitens der Stadt, des Bezirks und der MA7 tue man gerne so, als handle es sich bei dem Kulturraum um eine Zwischennutzung, sagen die Betreiberinnen. Künstler seien doch ohnehin nomadisch, da sei eine Delogierung halb so schlimm, habe es zum Beispiel geheißen.

"Zwischennutzung eignet sich wunderbar dazu, instrumentalisiert zu werden. Die Stadt macht es sich zu bequem", sagt Obfrau Alisa Beck. "Aber wir haben einen Mietvertrag, keinen Zwischennutzungsvertrag."


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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-10-05 15:50:10
Letzte Änderung am 2018-01-17 09:40:05


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