• vom 10.05.2017, 20:31 Uhr

Stadtleben


Suchtgifthandel

Polizei mit Spezialteam gegen Drogenbeschaffung




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    Wien. Massendelikte wie Einbrüche in Kellerabteile und Fahrraddiebstähle sind Straftaten, mit denen die Bevölkerung auch in einer vergleichsweise sicheren Großstadt wie Wien häufig konfrontiert ist. Gut ein Fünftel dieser Fälle soll mit Drogenbeschaffungskriminalität zusammenhängen. Eine siebenköpfige Einheit ist seit zwei Jahren im Pilotversuch Serientätern aus der "Szene" hinterher.

    Ein Drogenkranker benötigt laut Chefinspektor Daniel Paal, der die EB09 Suchtmittel-Beschaffungskriminalität im Landeskriminalamt (LKA) leitet, pro Tag 40 bis 70 Euro nur für seine Sucht. Angesichts einer Arbeitslosenquote "von etwas unter 100 Prozent" unter jenen Süchtigen, mit denen die Polizei zu tun bekommt, sei offensichtlich, dass "ein Großteil dieses Geldes über Beschaffungskriminalität kommt", sagte Polizeipräsident Gerhard Pürstl am Mittwoch. Darunter verstehen die Ermittler vor allem Einbrüche (Wohnung, Geschäft, Keller, Pkw), Straßen- und Geschäftsraub, Betrug (Rezeptfälschung, Internet- und Suchtmittelbetrug), Diebstähle (vor allem Fahrräder) sowie Hehlerei.


    Deliktorientiertes Vorgehen
    Das im Frühjahr 2015 ins Leben gerufene Team agiert als Bindeglied zwischen den drei Hierarchieebenen, mit dem LKA an der Spitze, den 14 Stadtpolizeikommanden mit den Kriminalreferaten sowie den Kriminalsachbearbeitern auf den Inspektionen, führte der Leiter des LKA-Ermittlungsdienstes, Michael Mimra, aus. "Es geht um eine deliktorientierte Fallbearbeitung."

    Gewöhnlich konzentriere sich der Drogenfahnder auf Suchtmitteldelikte, ein einzelner Fahrrad- oder Ladendiebstahl wird auf der Polizeiinspektion abgehandelt. Die neue Truppe soll helfen, hinter solchen Fällen mögliche Serien zu entdecken. Zugezogen wird sie generell bei Fällen mit starkem Suchtgiftbezug. Bisher wurden 123 Serientäter ausgeforscht und 1997 Delikte geklärt. 70 Mal wurden bereits Verurteilungen ausgesprochen, hieß es am Mitwoch.




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    Suchtgifthandel, Polizei

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    Dokument erstellt am 2017-05-10 18:21:06




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