• vom 10.06.2017, 11:33 Uhr

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Die Welle wandert ab




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  • Keine Genehmigung mehr für den Schwarzenbergplatz: Jetzt kommt die City-Wave in die SCS.

Surfer aus Wien müssen sich wohl künftig mit ihren Brettern bei der Badner Bahn anstellen, um zur City-Wave in der SCS zu gelangen. - © rös

Surfer aus Wien müssen sich wohl künftig mit ihren Brettern bei der Badner Bahn anstellen, um zur City-Wave in der SCS zu gelangen. © rös

Wien. (rös) Mit dem Surfen mitten in Wien wird es heuer nichts mehr: Weil die "City-Wave" heuer keine Genehmigung mehr für den Standort am Schwarzenbergplatz erhalten hat, übersiedelt sie jetzt in die Shopping City Süd und soll auf den Multiplex Terrassen aufgebaut werden.

Mit 300.000 Besuchern und mehr als 8500 Surfern im vergangenen Jahr zogen die Betreiber der Anlage eine durchaus positive Bilanz. Doch ohne Genehmigung der zuständigen MA36 lässt sich diese Erfolgsgeschichte nicht fortsetzen - zumindest nicht in Wien. Deshalb weicht man jetzt nach Niederösterreich aus. Die Anlage mit rund 800 Quadratmetern Fläche wird direkt vor dem SCS Multiplex aufgebaut. Laut dem Center Manager Anton Cech werden neben großzügigen Erholungsflächen und einem Bar-Bereich die Multiplex Terrassen auch einen Kinderspielplatz und einen Beachvolleyballplatz umfassen.


Beschwerden über Lautstärke
Warum es keine Genehmigung mehr für den Schwarzenbergplatz gab? "Aufgrund von Beschwerden über die Lautstärke", sagt Lucas Prodinger, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft AWSM GmbH im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" am Freitag. Dabei war von Sonntag bis Donnerstag täglich um 22 Uhr Schluss. Nur Freitag und Samstag hatte die City-Wave bis 24 Uhr geöffnet, "die Musik haben wir aber an diesen Tagen immer bereits um 23 Uhr abgedreht", versichert der Geschäftsführer.

Die Übersiedelung der City-Wave-Anlage von Wien nach Niederösterreich sorgte am Freitag auch für politische Wellen: Sie sei "sinnbildlich für das rot-grüne Wien", wie Wiens ÖVP-Chef Gernot Blümel erklärte. Wien verliere eine wichtige Attraktion und ein innovatives, spannendes Aushängeschild, meinte er. "Einmal mehr wandert damit ein innovatives Unternehmen, eine erfolgreiche Attraktion weg aus der Stadt Wien. Wenn Wien Weltstadt sein will, sollten gerade solche Möglichkeiten genutzt werden", so Blümel.

Die Technologie für die City-Wave kommt im Übrigen aus Deutschland, wo ein Ingenieur-Paar die Idee einer künstlichen stehenden Welle hatte: In einem 20 mal 30 Meter großen, mit Wasser gefüllten Becken hängt ein weiteres kleines Surfbecken, in das mittels acht Industriepumpen Wasser gepumpt wird und sich dann dort am niedrigsten Punkt eine Welle formt, auf der man mit einem Board reiten kann. Laut dem Betreiber bietet die Anlage auch Anfängern dank einer Haltestange einen einfachen und sicheren Zugang zum Surfen.

Weitere Infos unter:

www.citywave.at




Schlagwörter

Surfen, Schwarzenbergplatz, SCS, MA36

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Dokument erstellt am 2017-06-09 16:50:06


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