• vom 15.06.2017, 17:08 Uhr

Stadtleben

Update: 22.06.2017, 16:20 Uhr

Start-up

"Das Wichtigste ist, mit dem Nachdenken aufzuhören"




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Von Alexandra Laubner

  • Moritz Stephan (16) und Konstantin Klingler (17) wollen Online-Riesen wie Amazon die Stirn bieten.

Die beiden Schüler Konstantin Klingler und Moritz Stephan. - © Laubner

Die beiden Schüler Konstantin Klingler und Moritz Stephan. © Laubner

Wien. Moritz Stephan und Konstantin Klinger haben im Jänner 2017 ihren eigenen lokalen Bücher-Lieferservice Lobu.at gegründet. Die beiden Schüler bringen mit dem Rad die Bücher zu den Kunden. Die Testphase läuft in Währing. Im Herbst soll das Konzept auf fünf weitere Bezirke ausgeweitet werden, erklärt Moritz Stephan im Interview mit der "Wiener Zeitung".

"Wiener Zeitung": Wie lange dauert es von der Bestellung bis zur Bücherlieferung?


Moritz Stephan: "Am Donnerstag hat die Buchhandlung bis 20 Uhr geöffnet. Man könnte uns theoretisch bis 19.50 Uhr eine SMS schreiben. Da unser Lieferfenster von 19 bis 21 Uhr ist, wäre das Buch in 30 Minuten da. Das ist natürlich der Extremfall."

Ihr habt zu zweit das Start-up gegründet - neben der Schule....

Ja. Konstantin und ich sind beide sehr engagiert und wollten etwas auf die Beine stellen. Wir haben die Problematik gesehen, dass Bücher von irgendwoher geliefert werden, obwohl man sie gleich bei der Buchhandlung ums Eck um denselben Preis kaufen könnte. Wir haben uns gedacht, dass es einen anderen Weg geben muss und wollten eine Schnittstelle zwischen den Buchhandlungen und den Kunden schaffen. Und dann haben wir in den letzten Weihnachtsferien die Webseite gebastelt.

Alles in Eigenregie?

Das Feedback war enorm. Wir haben sehr viele Bestellungen bekommen und haben noch Schüler aus unserer Schule gesucht, damit diese uns unterstützen. Ein Schüler kümmert sich um die Grafik, ein anderer Freund von uns arbeitet an der Finanzplanerstellung mit, vier bis fünf Freunde helfen uns beim Ausliefern. Aktuell suchen wir noch Programmierer, weil wir das Prozedere automatisieren wollen. Moment läuft alles manuell.

Wie wird die Bücherlieferung organisiert?

Man schickt uns eine SMS, wir beantworten die SMS selbst und schauen auf der Webseite der Buchhandlung nach, ob die Bücher lieferbar sind. Momentan kooperieren wir mit einer Buchhandlung im 18. Bezirk. Dann schreiben wir zurück. Ja, das Buch ist da und wann es geliefert wird. Die Bestellung via SMS ist sehr gut angekommen, das hat uns ein bisschen überrascht, weil wir nicht dachten, dass das so wichtig sein würde. Der nächste Schritt ist es, einen Chatbot zu bauen, damit wir diesen mit den Datenbanken der unterschiedlichen Buchhaltungen verknüpfen können.

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2017-06-15 17:11:07
Letzte Änderung am 2017-06-22 16:20:08


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