• vom 21.09.2017, 18:01 Uhr

Stadtleben


Gleichstellung

Migrantinnen häufiger armutsgefährdet




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  • Zweiter Gleichstellungsmonitor präsentiert: Er vergleicht die Lebenssituation von Frauen und Männern in Wien.



Wien. (rös) Am Donnerstag wurden die Ergebnisse des zweiten Wiener Gleichstellungsmonitors präsentiert. Er vergleicht die Lebenssituation von Frauen und Männern in der Hauptstadt. Den ersten Gleichstellungsmonitor gab es 2013. Nun wurde anhand von zwölf Themenfeldern beleuchtet, was sich seither verändert hat. Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) bezeichnete die Studie als "Instrument zur Versachlichung". Anhand von Zahlen und Fakten würde nun die Entwicklung der Bevölkerung messbar.

Die wichtigsten Ergebnisse: Frauen bilden in Wien mit 51 Prozent die Mehrheit der Wohnbevölkerung. Die gestiegene Erwerbstätigenquote unterscheidet sich zwischen Frauen (61 Prozent) und Männern (66 Prozent) weniger als im Österreichschnitt und die Teilzeitquote bei Frauen ist in Wien niedriger. Der Anteil der Frauen, die im Niedriglohnbereich arbeiten, ist deutlich höher als bei den Männern (22 Prozent beziehungsweise 14 Prozent). Und: Migrantinnen sind häufiger armutsgefährdet.


Gender Gap verringert sich
Weiters wird in der Studie festgestellt, dass die Betreuungsquote von Kindern bis zu zwei Jahren von 35 auf 40 Prozent gestiegen ist. Auch die Väterbeteiligung beim Kinderbetreuungsgeld ist gestiegen. Der Frauenanteil konnte in den Führungspositionen an Wiens Schulen, in Sportinstitutionen und in den Leitungsfunktionen des Wiener Krankenanstaltenverbundes erhöht werden, während der Anteil von Frauen mit maximal Pflichtschulabschluss von 61 Prozent auf 59 Prozent gesenkt wurde. Der Gender Pay Gap verringert sich bei unselbständigen Erwerbstätigen und beträgt mittlerweile 14 Prozent. "Positiv für Frauen war auch die Einführung der 365 Euro-Jahreskarte - 46 Prozent aller Frauen haben eine - deutlich mehr als 2013. Die Jahreskarte kommt vor allem deshalb Frauen zugute, weil sie aufgrund ihres Mobilitätsverhaltens öfters zu Fuß oder öffentlich unterwegs sind", erklärte die Frauensprecherin der Grünen Wien, Barbara Huemer.

Negativer Trend
Ein negativer Trend zeigte sich hingegen im Bereich der Armutsgefährdung: Zwei Fünftel der Familien mit drei und mehr Kindern und knapp ein Viertel der Familien mit zwei Kindern sind armutsgefährdet. Bei Alleinerziehern, die zu 85 Prozent Frauen sind, beträgt die Armutsgefährdung sogar 34 Prozent. 13.569 Alleinerziehende bezogen 2016 in Wien Mindestsicherung, weil das Einkommen nicht zum Auskommen ausreicht oder Unterhaltszahlungen ausbleiben.

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Dokument erstellt am 2017-09-21 18:06:06



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