• vom 13.11.2017, 15:37 Uhr

Stadtleben

Update: 16.11.2017, 13:29 Uhr

Soziales Netzwerk

Jedem seine Gang




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Von Alexandra Laubner

  • Online verabreden und offline treffen. Ob zum Spazierengehen, zum Stricken oder zum Austauschen von Investmenttipps. Das soziale Netzwerk Meetup erobert nun auch Wien.

Mädelszeit. Zusammen schaut es sich viel schöner. - © dpa

Mädelszeit. Zusammen schaut es sich viel schöner. © dpa

Wien. Von Kryptowährung-Investments über Wien-Spaziergänge bis zu Badminton-Treffen in Ottakring: Man drückt auf einen roten Button und schon ist man dabei. Beispielsweise beim "Vienna Badminton Meetup", das derzeit 337 Mitglieder zählt und sich immer dienstags in Ottakring zu einer sportlichen Partie trifft. Oder in der Strickgruppe in der Schönbrunner Straße, die blutige Anfänger genauso willkommen heißt wie waschechte Experten und Neulinge und über Pinguinpullover, Barthauben, Häkelmonster und Strickgraffiti aufklärt. Oder man wird Teil der Gruppe "Wednesday City walk" und spaziert gemütlich mit Leuten, die man vorher möglicherweise noch nie getroffen hat und nur als Teil einer virtuellen Gruppe kennt, durch die Stadt. Oder man tauscht sich eben mit anderen Interessierten über Kryptowährungen und Bitcoins aus.

Das ist Meetup, ein soziales Netzwerk, bei dem die virtuelle mit der realen Welt verschmilzt. 196 Gruppen sind in Wien und Umgebung zurzeit aktiv. Das Motto lautet: online verabreden und offline treffen. Die größte und aktivste Meetup-Gruppe ist jene der "Internationals in Wien". Vor sieben Jahren gegründet, umfasst die Initiative knappe 8000 Mitglieder und hat bis dato an die 2500 Treffen organisiert. Sehr geschäftig sind auch die "Vienna Deep Learning" - ein Netzwerk, bei dem künstliche Intelligenz, Big Data und maschinelles Lernen im Vordergrund steht. Aber auch der "Vienna Bruncher Club", der sich einmal im Monat zu einem ausgiebigen Frühstück trifft, ist sehr aktiv. Wer mehr auf sportliche Aktivitäten setzt, kann sich unter anderem den "Vienna Outdoor Fitness Training", dem "Ski Club Wien" oder der Gruppe "Sommerkörper werden im Winter gemacht" anschließen.


Wer seinen Freundeskreis erweitern möchte, der ist bei der "Speed Friending Community" gut aufgehoben. "Speed-friending ist nicht Speed-dating", stellen die Organisatoren sofort klar. Es gehe darum, Freunde im echten Leben zu finden und sich nicht in sozialen Medien wie Facebook zu verstecken. Die Teilnehmer haben beim "Speed-friending" vier Minuten Zeit, mit dem Gegenüber zu plaudern. Ein absolutes No-Go ist es, während der Veranstaltung nach der Telefonnummer oder der E-Mailadresse zu fragen. Denn nur, wenn beide Personen sich näher kennenlernen wollen, übermitteln die Veranstalter die Kontakte.

Täglich bis zu 20 Meetups
Wer an einem Meetup, einem Treffen, teilnehmen oder eines organisieren möchte, muss also raus aus der Komfortzone, raus aus der Anonymität und rein in das echte Leben. Jeder kann eine Gruppe gründen oder Mitglied einer Gruppe werden, um beispielsweise Gleichgesinnte zu finden, sich für etwas zu engagieren und gemeinsam Dinge zu verändern, Freunde zu finden, Spaß zu haben, zu lernen oder zu lehren, Ideen zu verbreiten oder eigene Projekte zu starten. Die Philosophie dahinter: "Wir glauben, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn jeder die Möglichkeit hat einer tollen, lokalen Gruppe beizutreten", heißt es.

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-11-13 15:41:09
Letzte Änderung am 2017-11-16 13:29:05


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