• vom 15.11.2017, 21:00 Uhr

Stadtleben

Update: 21.11.2017, 14:41 Uhr

Wohnen

Wien ist ein teures Pflaster für Singles




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Von Alexander Maurer

  • Private Mieten liegen laut Studie international im Spitzenfeld, die Durchschnittsmieten sind aber um ein Vielfaches niedriger.



Wien. Der international tätige Wohnungsaggregator Nestpick hat 100 Städte in einem Index anhand der Mieten von möblierten und unmöblierten Wohnungen untersucht. Das Unternehmen möchte seinen Kunden damit eine Orientierungshilfe beim Wohnungskauf, etwa im Zuge eines Arbeitsplatzwechsels, bieten.

Wien schneidet im deutschsprachigen Raum recht teuer ab. Vor allem Singles müssen laut Studie tief in die Tasche greifen. Eine 34 Quadratmeter große Wohnung kostet möbliert im Schnitt 996 Euro. Damit liegt Wien auf Platz 24, knapp hinter München, wo die gleiche Wohnung 1009 Euro kostet. Im deutschsprachigen Raum sind nur Zürich (1181 Euro) und Genf (1233 Euro) teurer. Die kostspieligste europäische Stadt ist London (1368 Euro), internationaler Spitzenreiter ist mit 2031 Euro Miete die US-amerikanische Metropole San Francisco.

Familienwohnungen günstiger
Bei unmöblierten Wohnungen gibt es der Markt etwas billiger. In Wien zahlen Singles 886 Euro für 34 Quadratmeter, München ist hier mit 796 Euro billiger. Weiterhin teurer sind Zürich (1059 Euro), Genf (1193 Euro) und London (1286 Euro). Am günstigsten wohnt man übrigens im chinesischen Quangzhou, wo man 169 beziehungsweise 139 Euro für eine möblierte oder unmöblierte Singlewohnung bezahlt.

Familienwohnungen, die laut Studie mit 74 Quadratmetern definiert werden, sind hingegen verhältnismäßig günstiger. Bei möblierten Wohnungen liegt Wien mit 1398 Euro auf Platz 24, einige deutschsprachige Städte wie Hamburg (1475 Euro), Frankfurt (1571 Euro) oder Genf (2424 Euro) sind da teurer. Genf ist übrigens in dieser Kategorie europäischer Spitzenreiter und liegt auch bei den unmöblierten Familienwohnungen mit 2025 Euro Miete vorne. In Wien wäre die gleiche Wohnung um 1270 Euro zu haben.

Betrachtet man den internationalen Durchschnitt der Mietkosten der untersuchten Städte, kommt wohnen in Wien zwischen 7 (möblierte Familienwohnungen) und 42 Prozent (unmöblierte Einzelwohnung) teurer. Außerdem wird beispielsweise für den Bezug einer möblierten Singlewohnung ein Mindestbruttogehalt von 3485 Euro monatlich ausgewiesen. Dieder hohe Wert kommt jedoch dadurch zustande, dass der Index sich an einer Studie der Universität von Loughborough orientiert, laut der man idealerweise maximal 29 Prozent seines Einkommens für Wohnen ausgeben sollte. In Genf müsste man dafür vergleichsweise 4253 Euro brutto monatlich verdienen. Angemerkt sei hierbei aber, dass das Schweizer Lohnniveau in etwa doppelt so hoch wie in Österreich ist.

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Schlagwörter

Wohnen, Mieten, Wien

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-11-15 17:53:05
Letzte Änderung am 2017-11-21 14:41:04



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