• vom 06.12.2017, 09:27 Uhr

Stadtleben

Update: 06.12.2017, 09:34 Uhr

Sicherheitsverdienstpreis

Ausgezeichnete Polizei




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  • Zum 40. Mal wurde der Sicherheitsverdienstpreis an besonders engagierte Wiener Exekutivbeamte verliehen.

59 Mitarbeiter der Wiener Polizei, zwei Staatsanwälte und drei Beamtinnen der MA17 wurden geehrt. - © Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien

59 Mitarbeiter der Wiener Polizei, zwei Staatsanwälte und drei Beamtinnen der MA17 wurden geehrt. © Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien

Wien. (rös) Bereits zum 40. Mal wurde im Raiffeisenhaus Wien der Sicherheitsverdienstpreis an besonders engagierte Wiener verliehen. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ehrte fünf besonders Teams für ihre beherzten Einsätze im Dienst der öffentlichen Sicherheit. Im Rahmen der Veranstaltung wurden so insgesamt 59 Mitarbeiter der Wiener Polizei, zwei Staatsanwälte und drei Beamtinnen der MA17 (Integration und Diversität) sowie zwei Mitarbeiterinnen des Österreichischen Integrationsfonds mit diesem traditionsreichen Preis ausgezeichnet. Verliehen wurde auch die Josef Holaubek Medaille, mit der Wiener Polizisten ausgezeichnet werden, die sich bei einem Einsatz verletzt haben. Sie erging heuer an Gruppeninspektor Anton Fleschitz vom Stadtpolizeikommando Floridsdorf, der im Zuge eines Einsatzes durch einen Motorradlenker niedergefahren wurde. Er ist aufgrund seiner schweren Verletzungen bis heute nicht dienstfähig.

Unter den fünf ausgezeichneten Projekten war etwa das von Revierinspektor Roland Fahrnberger initiierte Schulungsprogramm für Flüchtlinge, über das die "Wiener Zeitung" bereits in ihrer Dienstagausgabe ausführlich berichtet hat: Der Workshop "no-means-no" bringt Flüchtlingen Werte österreichischer Rechtsordnung und Kultur näher. Gemeinsam mit dem Österreichischen Integrationsfonds und der Magistratsabteilung für Integration und Diversität wurde dieser - eingebettet in bereits bestehende verpflichtende Wertekurse - in das Modul "Polizei & Sicherheit" implementiert.


Urkundenfälschungen
Geehrt wurde auch eine Arbeitsgruppe, die Fälschungen von Urkunden in großem Stil aufgedeckt hat. Konkret ging es um die Erschleichung der Österreichischen Staatsbürgerschaft, von Aufenthaltstiteln, des Bleiberechtes sowie Erschleichung von Sozialleistungen. Die Arbeitsgruppe ermittelte gegen diverse Sprachinstitute, Bildungseinrichtungen (Fonds) und externe Tätergruppen. So gelang es beispielsweise - um nur eine Amtshandlung zu nennen - mit Hilfe von Hausdurchsuchungen und gezielten Ermittlungsmaßnahmen eine österreichweit agierende Tätergruppe rund um einen Rechtsanwalt auszuforschen und zu zerschlagen. Die Haupttäter wurden festgenommen und mittlerweile verurteilt.

Ausgezeichnet wurde weiters die Aufdeckung eines Suchtmittelrings: Durch engagierte Ermittlungsarbeit konnten 45,7 Kilo Kokain und Heroin sichergestellt sowie insgesamt 98 Suchtgifttransporte mit 114 Kilo Kokain und Heroin nachgewiesen werden. Es kam bis dato zu 74 Festnahmen. Die fünfjährige komplexe Ermittlung mit unzähligen Observationen und technischen Überwachungen führte zur vollständigen Zerschlagung einer international organisierten Drogenhändlergruppe und deren Nachfolgeorganisationen.

Taschendiebe
Gegen einen internationalen Ring von Taschendieben haben die nächsten Preisträger erfolgreich ermittelt: Der Arbeitsgruppe "Taschendiebstahl" des Landeskriminalamts Wien gelang es, fünf Hintermänner auszuforschen. Die kriminalistische Arbeit der Beamten führte zu einer Anklage wegen Menschenhandel, krimineller Vereinigung und Geldwäsche. Dieser Erfolg sei in ganz Europa auf Anerkennung gestoßen, da nur in den seltensten Fällen ausreichend Beweise für eine solche Anklage ermittelt werden können, hieß es bei der Verleihung.

Last but not least gab es noch eine Auszeichnung für die Aufklärung eines Verkehrsunfalls mit Fahrerflucht: Am 5. Mai 2017, gegen 2 Uhr nachts, kam es in Favoriten zu einem schweren Verkehrsunfall. Dabei wurde ein Fußgänger lebensgefährlich verletzt. Der Taxilenker, der das Unfallfahrzeug steuerte, beging Fahrerflucht. Dem Team des Verkehrsunfallkommandos gelang es durch gruppen- und organisationsübergreifendes Vorgehen aller involvierten Beamten, den fahrerflüchtigen Lenker innerhalb nur eines Tages auszuforschen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-12-06 09:32:06
Letzte Änderung am 2017-12-06 09:34:09


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