• vom 30.12.2017, 10:30 Uhr

Stadtleben

Update: 22.02.2018, 12:09 Uhr

Silvester

Adieu, 2017




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Von Arian Faal

  • Mehr als 600.000 Menschen feiern unter strengen Sicherheitsmaßnahmen am 28. Silvesterpfad den Ausklang des Jahres.



Wien. Wenige Stunden dauert es noch, dann heißt es ‚Adieu, 2017!‘. Vorher lassen es die Wiener und die Touristen aber am 28. Silvesterpfad noch einmal richtig krachen. Auf elf Standorten in der Wiener Innenstadt, im Prater und in der Seestadt Aspern (siehe Grafik) werden bei einem der größten kostenlosen Freiluftevents Europas zum Jahreswechsel mehr als 600.000 Menschen erwartet. Den Höhepunkt bildet das traditionelle Feuerwerk beim Rathaus um Mitternacht.

Sicherheitskonzept nachgeschärft
Einen großen Unterschied gibt es aber in Zeiten der Terrorgefahr im Vergleich zum Jahresabschluss 2016: Das Sicherheitskonzept wurde nachgeschärft, die Maßnahmen wurden verstärkt. Denn das Event stellt jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung für die Sicherheitskräfte dar. Eine konkrete Warnung liegt zwar nicht vor, doch allein die Vielzahl der Besucher erfordere ein detailliertes solches Konzept, so Polizeisprecher Harald Sörös im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Dieses besteht heuer unter anderem aus 250 Exekutivbeamten für den Silvesterpfad und weiteren hunderten Securitys. "Außerdem stehen 20 zusätzliche Fünfergruppen der Polizei im Bereitschaftsdienst. Verstärkt unterwegs sind auch die Wega, die Polizeidiensthundeeinheit, das Landeskriminalamt, und die Cobra ist ebenfalls einsatzbereit", ergänzt Sörös.


Die Polizisten werden zum Teil auch in Zivil vor Ort sein, um Delikte wie sexuelle Belästigung - Stichwort "Antanzen" - oder Diebstahl zu unterbinden. Dazu sind Einsatzkräfte des Landeskriminalamts aktiv. Mehrere Kameras sind zudem quer über den Veranstaltungsort verteilt. In der kombinierten Einsatzzentrale Am Hof, wo die Mitarbeiter der Blaulichtorganisationen und der Veranstalter gemeinsam vor Ort sind, werden die Kameraaufnahmen dann von Polizeibeamten zwölf Stunden lang ununterbrochen live gescreent. Entsteht beim Sichten ein Tatverdacht, dann kann das Geschehen aufgezeichnet werden, erläutert der Polizeisprecher.

Auch den Veranstaltern ist das Thema Sicherheit ein großes Anliegen: "Das Sicherheitskonzept ist auf einem sehr hohen Niveau", sagt Gerlinde Riedl, Geschäftsführerin des Stadt Wien Marketing, das den Silvesterpfad organisiert. Schließlich könne man bereits auf knapp drei Jahrzehnte Erfahrung zurückblicken. Die Maßnahmen würden von Jahr zu Jahr angepasst und modernisiert.

Fixe Absperrungen wird es keine geben, da es sich nicht um ein abgegrenztes Veranstaltungsgelände handelt und Betonpoller möglicherweise Fluchtwege behindern könnten. Bei Bedarf stehen jedoch mobile Einrichtungen bereit, die flexibel eingesetzt werden können.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-12-29 16:53:05
Letzte ─nderung am 2018-02-22 12:09:12



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