• vom 10.01.2018, 17:05 Uhr

Stadtleben

Update: 10.01.2018, 17:14 Uhr

Immobilien

Nutzung für Marx Halle fixiert




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  • Ehemaliger Schlachthof wird für 67 Jahre verpachtet. Halle soll Tag und Nacht zugänglich sein.



In der Halle werden ein Gastrobereich und ein Co-Working-Space untergebracht. HEY-U Mediagroup

In der Halle werden ein Gastrobereich und ein Co-Working-Space untergebracht. HEY-U Mediagroup In der Halle werden ein Gastrobereich und ein Co-Working-Space untergebracht. HEY-U Mediagroup

Wien. (vasa/apa) Die letzten Rinder wurden hier vor 20 Jahren geschlachtet und zerteilt. Seither suchte die Stadt nach einer neuen Nutzung für den denkmalgeschützten Schlachthof in Neu Marx. Nun ist es soweit. Die 20.000 Quadratmeter große "Marx Halle" wird künftig als Mischung aus Konzert- und Kulturlocation, Gastrobereich und Co-Working-Space mit Fokus auf Start-ups bespielt. Das "Globe Theater" kann als fixe Einrichtung bleiben. Die Umbauten sollen im Sommer starten.

Den Zuschlag erhielt überraschenderweise die Hey-U Mediagroup mit Geschäftsführer Herwig Ursin. Die Stadt wollte ursprünglich seinen Zwischennutzungsvertrag für die Halle auslaufen lassen. Ursin hatte am Areal schon in den vergangenen Jahren Konzerte, Designmärkte, Streetfood-Festivals oder Messen veranstaltet.


Pächter zahlt
neun Millionen Euro

Nun darf der Pächter also doch bleiben. Und zwar für 67 Jahre. Insgesamt 9 Millionen Euro muss er dafür an die Stadt überweisen. 3,5 Millionen Euro sind sofort zu bezahlen. Der Rest wird bis zum Vertragsende abgestottert.

Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) präsentierte am Mittwoch das Konzept für die Halle. Seit Beginn 2017 lief die Suche nach den besten Ideen, zuletzt verblieben drei Bewerber. Die konkrete Aufsplittung des 20.000 Quadratmeter großen überdachten Bereichs steht noch aus. Ein paar Eckpunkte wurden aber bereits fixiert. So soll in den Frontbereich der Halle eine Gastronomie- und Marktzone einziehen. Damit will Ursin schon im Herbst fertig sein. Zuvor müssen noch Renovierungsarbeiten und Versicherungsangelegenheiten nach dem Brand im vorigen Sommer erledigt werden.

Schrittweise soll es dann mit der Etablierung der Co-Working-Bereiche und des in etwa 6000 Quadratmeter großen Veranstaltungsbereichs weitergehen. Konzerte sollen weiterhin am Standort stattfinden. Die Halle wird zudem öffentlich nutzbar und durchgängig offen sein.

Umbauten in zwei
Jahren abgeschlossen

Um den Nutzungsmix zu ermöglichen, wird die Halle innen mit flexiblen Bauelementen in unterschiedliche modulare Bereiche gegliedert. Mit dem Bau beginnen will Ursin noch im Sommer, komplett abgeschlossen soll es in rund zwei Jahren sein.

Das Grundstück samt Gebäude bleibt jedoch im Eigentum der Stadt beziehungsweise ihrer Tochterfirma Wien-Holding. Ursin hat lediglich das Baurecht erworben. Damit kann er als eine Art Generalpächter die Halle entwickeln, wobei das Nutzungskonzept vertraglich festgeschrieben ist. Setzt Hey-U also einen der versprochenen Zweige nicht um, sind Pönalen vorgesehen. Rund 20 Millionen Euro will der neue alte Veranstalter für das Areal in die Hand nehmen.

Was mit der 40.000 Quadratmeter großen Brachfläche neben der Marx-Halle passieren soll, ist hingegen noch unklar. Ursprünglich hätte eine Mehrzweckhalle sowie der ORF das Areal bebauen sollen. Nun soll es eine Mischform aus Gewerbe und Wohnungen geben.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-01-10 17:08:08
Letzte Änderung am 2018-01-10 17:14:06


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