Peking/Wien. Bekommt Schönbrunn einen neuen Panda aus China? Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist diesbezüglich jedenfalls guter Hoffnung. Staats- und Parteichef Xi Jinping habe am Sonntag durchblicken lassen, dass China den Wunsch "sehr wohlwollend" prüfen werde, sagte Van der Bellen am Abend (Ortszeit) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Peking.

Er könne zwar nicht berichten, dass es bereits "eine fixe Zusage" gebe, bedauerte Van der Bellen. Er sei aber zuversichtlich, dass die "wohlwollende Prüfung" dazu führen werde, dass sich die "Wiener Herzen" bald wieder an einem männlichen Pandabären in Schönbrunn erfreuen dürften. Chinas Präsident habe den Pandabären mehrmals in sprachlichen Bildern erwähnt und öfters von einem "Symbol der Freundschaft und Harmonie" gesprochen, ortete der Bundespräsident möglicherweise versteckte Botschaften in den Ausführungen Xis.

Im Wiener Tiergarten war 2016 der Panda Long Hui 2016 an Krebs gestorben. Übrig blieben die Pandamutter Yang Yang mit ihren beiden in Schönbrunn auf die Welt gekommenen Jungen. Für einen Panda muss laut Deutscher Presseagentur dpa an China eine Leihgebühr von einer Million US-Dollar im Jahr bezahlt werden. China betrachtet alle Pandas in der Welt als sein Eigentum, auch jene, die in Zoos geboren wurden.