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Update: 13.04.2018, 07:35 Uhr

Wissenschaft

Vom Super-GAU zum Zuchtzahn




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  • Am Freitag ist lange Nacht der Forschung.

Wien. Neue Rekorde verspricht die "Lange Nacht der Forschung" (LNF). Mit mehr als 180.000 Besuchern war sie vor zwei Jahren das bestbesuchte Forschungsevent im deutschsprachigen Raum. Heuer will man die 200.000er-Marke brechen. Von Sonnenuntergang bis Mitternacht bietet sie am Freitag bei freiem Eintritt Einblicke in die Welt der Wissenschaft.

Beteiligt sind alle 9 Bundesländer mit 37 Regionen. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 250 Ausstellungsorten und mehr als 2000 Stationen. In Wien allein werden 605 Stationen an 62 Standorten ihre Türen öffnen. Insgesamt arbeiten etwa 6000 Forscher daran, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der interessierten Bevölkerung zu teilen.


Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen lassen die Allgemeinheit in ihre Laboratorien schauen oder bei Vorträgen und Diskussionen Wissen tanken.

Geboten wird ein breites Spektrum von Schulprojekten bis zur Spitzenforschung, von Geisteswissenschaften bis Technik. Man kann Simples und Praktisches lernen, etwa wie man schnell eine Blutung stoppt. Aber auch Komplexes und hoffentlich Unwahrscheinliches wird gelehrt, wie beispielsweise das Vorgehen, um ein Atomkraftwerk vor dem GAU zu bewahren. Für manch einen unerwartet, kann man sich auch darüber schlau machen, wie und warum Pflanzen miteinander streiten. Oder einen Blick in eine Zukunft mit perfekten Gebissen werfen, wenn Forscher es schaffen, menschliche Zähne zu züchten. In der Wiener Innenstadt stehen die Zelte des "Forschungspfades", in denen spannende Innovationen präsentiert werden. Für alle Besuchenden, die direkt in die Wirkungsstätten der Forschung blicken wollen, öffnen in fast allen Bezirken die Institutionen ihre Häuser: Ob es um die "Medizinmeile" rund um die MedUni geht, das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim oder den Technologiekonzern Siemens.

Die Verbindung zwischen allen 62 Standorten wird durch eine Busflotte hergestellt, die in fünf Routen halbstündig durch die Stadt fahren.

Inoffiziell feiert die LNF heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. Inoffiziell deshalb, weil die erste solche Nacht bereits 2005 stattfand, jedoch nach dreijähriger Pause erst ab 2008 regelmäßig. Seit 2010 findet sie alle zwei Jahre in allen Bundesländern statt.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-11 16:54:07
Letzte Änderung am 2018-04-13 07:35:13


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