• vom 14.05.2018, 21:02 Uhr

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Polizei

Drogenbunker über Drogenberatung




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    Wien. Direkt über einer Drogenberatungsstelle in der Landstraße haben Mitglieder eines Suchtgiftringes eine Bunkerwohnung unterhalten. Die Polizei hat die Bande in den seit Sommer 2017 dauernden Ermittlungen nun aus dem Verkehr gezogen, 92 Kilogramm Cannabisprodukte sichergestellt und 35 Personen festgenommen. Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl und der Leiter der Außenstelle (Ast) West des Landeskriminalamtes (LKA), Oberst Georg Rabensteiner, sagten bei einer Pressekonferenz, dass mit der Flüchtlingswelle eine Tätergruppe aus den nordafrikanischen Maghrebstaaten eingeschleust wurde. Die Mitglieder der Bande hätten sich mit Drogenhandel und "allem, was das Strafgesetzbuch verboten hat", beschäftigt. Straßenhändler wurden unter Asylwerbern rekrutiert.

    Bande profitiert von Vakanz
    Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen auf dem Brennpunkt Praterstern zwischen zwei anderen Gruppen, die mit Messern, Macheten und Schwertern ausgetragen wurden, sperrte die Polizei beide Banden ein. So entstand ein Vakuum, in das die nun ausgehobene Bande hineinstieß, erläuterte Rabensteiner. Sie übernahm den Cannabishandel am Praterstern und war auch am Donaukanal sehr aktiv.


    Hinweise auf die Gruppe fanden die Ermittler bei mehreren Amtshandlungen. Bereits im September stießen die Fahnder auf die Wohnung in der Radetzkystraße über der Drogenberatung. Neben einem Lager für Cannabisprodukte fungierte das Appartement auch als Verteilstation für Straßendealer sowie zum Teil als deren Quartier. Als die Fahnder das Appartement stürmten, trafen sie den mutmaßlichen Chef der Wohnung nicht an, wohl aber einige "Mitarbeiter". Bei einer weiteren Razzia konnte er fliehen. Ende November 2017 wurde er erwischt. Ihm wird noch diese Woche der Prozess gemacht.




    Schlagwörter

    Polizei, Drogenhandel, Wien

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
    Dokument erstellt am 2018-05-14 17:48:45


    Vor Gericht

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    So sauber und korrekt wie hier soll es bei den Operationen des Angeklagten nicht zugegangen sein: Er soll teils in Straßenkleidung, ohne Mundschutz und Handschuhe operiert haben. - © apa/Roland Schlager Wien. Auch heute noch ist Frau T. von dem Eingriff traumatisiert. Sie beginnt zu weinen, als sie davon erzählt. Erst nachdem ihr ein Wasser gereicht... weiter




    Vor Gericht

    Verbissen

    Den verpflichtenden Hundeführschein für ihren Pitbull hat die Zweitangeklagte nicht gemacht (Symbolfoto). - © afp/Jack Guez Wien. Selbst nach Verhandlungsschluss kehrt keine Ruhe ein. Beschwerden hallen durch den Saal, Angeklagte und deren Angehörige umringen den... weiter





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