• vom 17.05.2018, 17:03 Uhr

Stadtleben

Update: 30.05.2018, 07:58 Uhr

Leinenpflicht

Hunde-Sünder im Visier: Schwerpunktkontrollen starten




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  • Polizei und Veterinäramt überprüfen Einhaltung der Beißkorb- und Leinenpflicht, Chips und Hundeführerscheine.

Stadträtin Ulli Sima.

Stadträtin Ulli Sima.© apa/Hochmuth Stadträtin Ulli Sima.© apa/Hochmuth

Wien. Wiens Hundehalter werden wieder verstärkt in die Pflicht genommen. Gestern, Donnerstag, startete die Wiener Polizei gemeinsam mit dem Veterinäramt (MA 60) eine zweiwöchige Schwerpunktaktion in Sachen Hundehaltung. Bei den Überprüfungen steht die Einhaltung der Leinen- beziehungsweise Beißkorbpflicht im Mittelpunkt, aber auch die Chippflicht wird kontrolliert.

"Ich freue mich, dass sich der Großteil der Hundehalter an die gesetzlichen Regelungen hält", sagte Tierschutzstadträtin Ulli Sima (SPÖ) im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag zum Start der Aktion. Im Frühling müsse man die Hundebesitzer aber an ihre Pflichten erinnern. "Nach dem Winter ist wieder ein bisschen der Schlendrian drinnen."


In Wien müssen Hunde an öffentlichen Orten einen um den Fang geschlossenen Maulkorb tragen oder an der Leine geführt werden. In öffentlich zugänglichen Parks und auf gekennzeichneten Lagerwiesen müssen Hunde immer an die Leine. Maulkorbpflicht herrscht an öffentlichen Orten, wo üblicherweise viele Menschen anzutreffen sind, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants oder bei Veranstaltungen. In den Öffis herrscht Maulkorb- und Leinenpflicht.

Unterschiedliche Strafen
Kontrolliert wird außerdem, ob Besitzer von Kampfhunden den Hundeführerschein haben. Bisher haben 6359 Personen den seit dem Jahr 2010 verpflichtenden Hundeführerschein absolviert. Mittlerweile würden kaum noch Listen-Hundehalter ohne Schein erwischt, sagte Sima. Die Strafen können unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wie einsichtig sich der Betroffene verhalte und um welches Vergehen es sich handle, sagte Polizist Roland Houdek, der die Aktion leitet. Meist werde ein Organmandat ausgestellt. Grundsätzlich gehe es aber um eine präventive Tätigkeit, also darum, die Menschen an ihre Pflichten zu erinnern und nicht darum, zu strafen. "Es ist uns ein Anliegen, dass sich die Bevölkerung an die Spielregeln hält", sagte Houdek. Das häufigste Vergehen sei die Nichteinhaltung der Leinenpflicht.

Die Schwerpunktkontrollen finden mehrmals jährlich statt. Das ganze Jahr über kontrollieren die "Waste Watcher" außerdem, ob die Hinterlassenschaften der Vierbeiner weggeräumt werden. 50 Euro Strafe werden bei Missachtung fällig. Rund 3600 Sackerlautomaten mit Gratissackerl stehen mittlerweile in ganz Wien.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-17 17:09:55
Letzte Änderung am 2018-05-30 07:58:52


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