• vom 19.07.2018, 15:16 Uhr

Stadtleben

Update: 19.07.2018, 16:31 Uhr

Sand

Cocktails in der Hand, Füße im Sand




  • Artikel
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Lara Chab

  • Von der Hermann Bar bis Copa Beach: Karibikfeeling gibt es auch in den Strandbars von Wien.

Strandbar Herrmann. - © Jenis

Strandbar Herrmann. © Jenis

Tel Aviv Beach.

Tel Aviv Beach.© Jenis Tel Aviv Beach.© Jenis

Wien. Sommer, Sonne, Strand. Wer Sehnsucht nach Urlaub hat, muss gar nicht weit reisen - denn das gewisse Urlaubsfeeling lässt sich auch in Wien schnell finden.

Die folgenden Strandbars helfen bei der Suche nach sonnigen Stunden. Eine der bekanntesten Strandbars in Wien ist die Strandbar Herrmann, die sich unterhalb der Urania befindet. Seit dem Jahr 2005 können Gäste täglich von früh bis spät (10 bis 2 Uhr) Cocktails in bequemen Liegestühlen auf 600 Tonnen Sand schlürfen. Regelmäßig finden Events wie Yoga, Brunch oder Silent Disco statt. Nicht nur Erwachsene können an den Veranstaltungen teilnehmen, auch für Kinder wird Programm geboten: So kommt der Original Wiener Praterkasperl jeden Samstag um 11 Uhr bei freiem Eintritt zum Strand. Bis zu 2000 Personen finden in der privat geführten Strandbar Platz. Der Sand kommt aus der March und wird mit dem Lkw geliefert.

Das gewisse Urlaubsfeeling lässt sich auch in Wien schnell finden.

Das gewisse Urlaubsfeeling lässt sich auch in Wien schnell finden.© Jenis Das gewisse Urlaubsfeeling lässt sich auch in Wien schnell finden.© Jenis

Steigt man bei der U4-Station Stadtpark aus, und geht über den Zebrastreifen auf die Lothringerstraße, ist man bei der nächsten Strandbar Wiens angelangt: dem Beachclub Sand In The City. Wo im Winter noch eisgelaufen wird, kann im Sommer bis 1. September täglich von 14 bis 24 Uhr auf einen Drink Halt machen. 13 einzelne Bars bieten nicht nur Cocktails, auch zahlreiche Fastfood-Speisen an. Zwischen Wiener Konzerthaus und Hotel Intercontinental lässt es sich gut chillen.


180 Tonnen Sand
auf vier Hektar Strand


© Stanislav Jenis © Stanislav Jenis

Die Reise zu den Strandbars Wiens führt weiter in den 22. Bezirk, den Bezirk, der am Wasser liegt. Der Copa Beach - früher besser unter Copa Cagrana bekannt -, bietet seit dem Jahr 2015 täglich bis Ende September ein Freizeitareal auf vier Hektar mit insgesamt 180 Tonnen Sand. Wieviele Personen sich dort täglich tummeln, kann Martin Jank vom Wiener Gewässermanagement jedoch schwer einschätzen. Denn der Copa Beach sei nicht nur bei Strandsuchenden beliebt, sondern auch bei Faulenzern, Naherholungssuchenden und Sportlern, so Jank zur "Wiener Zeitung". Besucher haben vor Ort die Möglichkeit aus sechs verschiedenen Lokalen auszuwählen. Die Pop-up-Bars bieten Vielfältigkeit: von Biowein bis Latino-Fingerfood. Die Lokale sind allesamt privat geführt, lediglich die von Jank sogenannte Sandkiste, unter der man den mit Sand befüllten Holzrahmen versteht, wurde von der Stadt Wien finanziert. "Sie dient als konsumfreie Zone für all jene, die sich auf Liegestühlen hinlegen und erholen möchten", sagt Jank.

Direkt auf der Donauinsel befindet sich der Vienna City Beach Club. Im Jahr 2006 gegründet, bietet der Strand für rund 880 Personen Platz. Am Wochenende kann der Besucher bereits ab 10 Uhr Sonne und Cocktails genießen. Auch unter der Woche hat die Strandbar geöffnet, denn täglich finden diverse Events statt. Beim "After-Work-Chillout" etwa können Gäste den Montag auf rund 400 Tonnen Sand ausklingen lassen. Karibikflair kommt immer dienstags auf, wo Salsa und Bachata mit wechselnden DJs am Beach-Floor getanzt werden können. Der Sand für den Vienna City Beach Club wird laut Inhaber Maximilian Breckner-Bachmann von der Pannonia Kiesgewinnung GmbH mit dem LKW geliefert und im Werk Parndorf gewonnen und produziert.

Sand aus Kieswerk
im Marchfeld

Zurück in die Innenstadt an den Donaukanal. "Zugegeben, am liebsten würden wir den ganzen Sommer am Strand in Tel Aviv verbringen, deshalb haben wir den Tel Aviv Beach einfach nach Wien geholt", heißt es auf der Website des beliebten Hot-Spots, der 2009 als Pop-Up-Projekt am Donaukanal startete und seit 2010 als privater Betrieb geöffnet hat. Bis Oktober herrscht hier Betrieb, und das bedeutet, dass sich Gäste in den Liegestühlen auf 20 Tonnen Sand zurücklehnen, einen guten Cocktail trinken und den Sommer genießen können. Nicht nur alkoholische Drinks werden serviert, sondern auch orientalische Spezialitäten. "Rund 350 Personen haben Platz beim Tel Aviv Beach, wobei diese Zahl nur geschätzt werden kann, da die Leute auch stehen und es sich am Donaukanal gemütlich machen", sagt Geschäftsführer Nuriel Molcho. Der Sand kommt ebenfalls aus dem Kieswerk im Marchfeld und wird jährlich neu geliefert.




Schlagwörter

Sand, Donaukanal, Strände, Beach

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-19 15:23:24
Letzte Änderung am 2018-07-19 16:31:53


Prozess

Kritik an Verurteilung von Sigrid Maurer

GERICHTSVERHANDLUNG WEGEN †BLER NACHREDE: MAURER / WINDHAGER - © APAweb / Hans Punz Wien. Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. "Eine rechtspolitische Sauerei" sei das Urteil, sagte Medienanwalt Michael Pilz... weiter




Vor Gericht

Der vergessene Patient

Die Tür zum Zimmer von M. stand immer offen, hinein ging die Heimhilfe aber kaum. - © stock.adobe.com Wien. Als die Sanitäter kamen, war Herr M. nicht mehr ansprechbar. Verwahrlost lag er im verschmutzten Bett der Ehewohnung... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Lichterbaum am Christkindlmarkt
  2. "Ich bin ein Einzelkämpfer"
  3. Das große Teilen auf der Straße
  4. Der allerzweckloseste Zweckbau von Pötzleinsdorf
  5. Die Gras-Greißler
Meistkommentiert
  1. Shoah-Gedenkmauer fix
  2. Wien soll 2027 Zwei-Millionen-Stadt werden
  3. Jetzt schon vorweihnachtlich
  4. Nichts zu machen?
  5. Zu schnell für den Gehsteig

Edip Sekowitsch

"Der Setschko war ein Fighter"

Den Sekowitschweg gibt es seit 2012 - doch jetzt wurde er offiziell eingeweiht und gesegnet. - © Schmölzer Wien. Wenn man ihn danach fragte, redete Edip Sekowitsch bereitwillig über seine alte Leidenschaft. Nur vom Äußeren her hätte dem Besitzer eines... weiter




Holzhochhaus

Hoch hinaus mit Holz

Das weltweit höchste Holzhochhaus entsteht in der Seestadt Aspern. - © RLP Ruediger Lainer und Partner Wien/Dornbirn. Das weltweit höchste Holzhochhaus soll in der Seestadt Apern entstehen. Seit mehr als einem Jahr wird an dem Bauwerk aus 24 Stockwerken... weiter




Geschichte

Bitte à la Giraffe!

Wildlife Animals - © Chris Van Lennep Wien. Die Geschichte fängt harmlos an: 1828 erhielt Kaiser Franz I. (II.) vom Vizekönig von Ägypten eine Giraffe, die dieser wiederum im Tiergarten... weiter






Wien

Lichterbaum am Christkindlmarkt

Lichterbaum am Christkindlmarkt Wien. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser haben am Samstagabend am Wiener Rathausplatz mit der...

Fahrrad

"Ich bin ein Einzelkämpfer"

"Ich bin ein Einzelkämpfer" Wien. Vielleicht beginnt man eine Wohnungsbesichtigung bei Michael Strasser am besten am WC. Dort erhält man einen schnellen Überblick darüber...




Werbung